"Willkommenslotsen" unterstützen Unternehmen und Geflüchtete

"Willkommenslotsen" unterstützen Unternehmen und Geflüchtete
© IHK Mittlerer Niederrhein

Stand: 28.03.2025

Viele Unternehmen möchten geflüchtete Menschen in ihre Betriebe integrieren, sehen sich dabei jedoch mit bürokratischen Hürden und Unsicherheiten konfrontiert. Ohne fachkundige Unterstützung kann dieser Prozess zeitaufwendig und komplex sein. Genau hier setzt das Modul „Willkommenslotsen“ der Ausbildungs-GmbH der Industrie- und Handelskammer (IHK) Mittlerer Niederrhein an. Die Fachberaterin Eda Onart begleitet Unternehmen gezielt bei der Einstellung und Integration geflüchteter Fachkräfte und unterstützt gleichzeitig Geflüchtete auf ihrem Weg in den Arbeitsmarkt. Und das mit Erfolg, wie das Beispiel von Oksana Tataryn aus der Ukraine zeigt.

Die 24-Jährige absolviert derzeit ihr erstes Ausbildungsjahr zur Kauffrau für Spedition- und Logistikdienstleistungen bei der Wimmer & Söhne GmbH in Korschenbroich. Über eine Bekannte erfuhr sie von einer IHK-Veranstaltung zum Thema Fachkräftesicherung und kam so mit dem Projekt Willkommenslotsen und Eda Onart in Kontakt. „Die Beratung und Unterstützung durch Frau Onart haben mir sehr geholfen. Sie hat mich in vielerlei Hinsicht unterstützt und mir bei wichtigen Schritten geholfen. Dafür bin ich sehr dankbar“, sagt Oksana Tataryn.

Auch ihr Arbeitgeber profitiert von dem Projekt. „Wir freuen uns, eine so engagierte und motivierte Auszubildende gefunden zu haben. Sie bringt sich sehr gut ein. Wir hoffen, sie auch über ihre Ausbildung hinaus in unserem Unternehmen halten zu können“, sagt Geschäftsführer Wolfgang Grümmer. Wie viele andere Unternehmen steht auch die Wimmer & Söhne GmbH vor der Herausforderung, offene Ausbildungsstellen zu besetzen. „Zum einen stellen wir fest, dass immer mehr junge Menschen nach der Schule ein Studium bevorzugen. Zum anderen gibt es viele Absolventinnen und Absolventen, deren Schulabschluss nicht unmittelbar für ein Studium ausreicht – diese gezielt zu erreichen, ist eine Herausforderung“, so Grümmer weiter.

Die IHK-Fachberaterin Eda Onart jedenfalls steht dem Unternehmen auch weiterhin bei allen Fragen etwa zu Antragstellungen oder zu aktuellen rechtlichen Regelungen und Förderzuschüssen zur Verfügung. „Mein Ziel ist es, Unternehmen Wege aufzuzeigen, wie der mitunter herausfordernde Integrationsprozess erfolgreich gemeistert werden kann“, so Onart. Generell seien bei der Berufsausbildung von Geflüchteten einige Voraussetzungen zu berücksichtigen. Was ist beim Aufenthaltsstatus zu beachten? Welche Sprachkenntnisse und welches Sprachniveau müssen vorliegen? Was ist bei der Beantragung einer Ausbildungsduldung zu berücksichtigen, und ist eine Einstiegsqualifizierung vor der Ausbildung empfehlenswert? Unternehmen und Geflüchtete, die Fragen zur beruflichen Integration haben, können sich direkt an die Willkommenslotsin Eda Onart wenden: telefonisch unter 02161 241-128 oder per E-Mail an eda.onart@mittlerer-niederrhein-gmbh.ihk.de.

Das Projekt „Passgenaue Besetzung und Willkommenslotsen“ wird durch das Bundesminis-terium für Wirtschaft und Klimaschutz aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundes-tages gefördert. Weitere Infos gibt es unter:
www.schule-wirtschaft-ihk.de

BILDUNTERSCHRIFT:
Die IHK-Fachberaterin Eda Onart (r.) steht Oksana Tataryn und Geschäftsführer Wolfgang Grümmer weiterhin bei allen Fragen zur Verfügung.