Informationsportale und Anlaufstellen für Ihr Auslandsgeschäft
Auf dieser Seite finden Sie eine kuratierte Sammlung zentraler Webseiten, Datenbanken und Ansprechpartner für international agierende Unternehmen. Sie beschreibt und verlinkt relevante Akteure im Auslandsgeschäft sowie externe Informationsangebote zu den Themen Länder und Märkte, Zoll und Exportkontrolle, Lieferkettenregulierung sowie Finanzierung und Förderung.
Unternehmen erhalten somit eine Orientierung darüber, welche Informationsquellen und Kontaktstellen sie für ihre Marktrecherche, die rechtssichere Abwicklung von Auslandsgeschäften und die Planung internationaler Aktivitäten nutzen können.
In dieser Liste präsentieren wir Ihnen ausgewählte Informationsportale und Datenbanken zu internationalen Zielmärkten. Unternehmen finden verlinkte Quellen mit Länderprofilen, Wirtschaftsdaten und Rahmenbedingungen für Export und Investitionen. Die Auswahl erleichtert die Marktrecherche.
Germany Trade and Invest (GTaI) ist die Wirtschaftsförderungsgesellschaft der Bundesrepublik Deutschland. Sie informiert deutsche Unternehmen über Auslandsmärkte und unterstützt ausländische Unternehmen bei der Ansiedlung in Deutschland. Ihre weltweit eingesetzten Korrespondenten sowie Länder-, Rechts-, Steuer- und Zollexperten liefern aktuelle Wirtschaftsdaten, fundierte Marktanalysen und praxisnahe Tipps zu mehr als 150 Ländern. Über 30.000 Fachinhalte und interaktive Datenbanken auf dem Informationsportal www.gtai.de unterstützen Unternehmen dabei, fundierte Entscheidungen für ihr Auslandsgeschäft zu treffen und weltweit erfolgreich zu agieren.
Im Außenwirtschaftsportal NRW bündeln die nordrhein-westfälischen IHKs gemeinsam mit Partnern aus Bayern und Hessen ihre Expertise im Außenhandel. Das Portal bietet praxisnahe Informationen zu mehr als 150 Auslandsmärkten, Zoll- und Entsendungsfragen sowie zu aktuellen Rechts- und Förderthemen. Unternehmen erhalten schnellen Zugang zu Marktanalysen, Ansprechpartnern in den IHKs und passenden Veranstaltungen, was ihnen einen unkomplizierten Einstieg in neue Märkte ermöglicht und ihre Planung internationaler Aktivitäten sicherer macht.
Im Statistik-Bereich „Außenhandel“ der Landesdatenbank NRW des Landesbetriebs Information und Technik NRW (IT.NRW) sind amtliche Außenhandelsstatistiken für Nordrhein-Westfalen abrufbar. International aktive Unternehmen finden dort detaillierte Zeitreihen zu Ein- und Ausfuhren, die nach Warengruppen und Partnerländern gegliedert sind. Diese Daten sind eine wertvolle Grundlage für Marktanalysen, das Benchmarking von Handelsvolumina und die Bewertung von Lieferbeziehungen am Standort NRW. Sie bilden somit eine verlässliche Grundlage für strategische Entscheidungen im internationalen Geschäft.
In der Destatis-Rubrik „Internationales“ finden Unternehmen umfangreiche statistische Daten und Länderprofile zu internationalen Märkten (z. B. Wirtschaftsdaten, Außenhandelszahlen sowie demografische und volkswirtschaftliche Kennzahlen). Damit erhalten exportierende oder importierende Firmen eine zuverlässige Faktenbasis für Marktanalysen, die Wahl von Standorten und die Exportplanung. Die Informationen helfen bei der Einschätzung des Marktpotenzials, des Wettbewerbsumfelds und der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen im Zielland und unterstützen strategische Entscheidungen im Auslandsgeschäft.
Die Country Reports von Allianz Trade (ehemals Euler Hermes) bieten Unternehmen fundierte Analysen zu wirtschaftlichen, politischen und finanziellen Risiken fast aller wirtschaftlich relevanten Länder der Welt. Mithilfe aktueller Ratings, Risikoindikatoren und Einschätzungen zur Geschäftsumwelt helfen sie dabei, Zahlungsausfallrisiken zu minimieren, Marktchancen realistisch einzuschätzen und internationale Handelsentscheidungen sicher zu treffen.
Im Bereich „Statistiken – Außenwirtschaft“ stellt die Deutsche Bundesbank umfangreiche und kostenfreie Daten zu Deutschlands Wirtschaftsbeziehungen mit dem Ausland bereit. Für international aktive Unternehmen sind diese Zeitreihen besonders relevant. Sie zeigen Zahlungsströme, Investitionsbewegungen und wirtschaftliche Verflechtungen mit einzelnen Ländern. Damit ermöglichen sie fundierte Einschätzungen zu Marktpotenzialen, Länderrisiken, Standortentscheidungen und der strategischen Ausrichtung im internationalen Geschäft.
Die Webseite der Welthandelsorganisation (WTO) bietet international agierenden Unternehmen essenzielle Ressourcen für den globalen Handel. Der Zugriff auf aktuelle Handelsstatistiken, Zollinformationen und detaillierte Analysen von Handelsbarrieren unterstützt die strategische Marktplanung. Unternehmen profitieren von Einblicken in rechtliche Rahmenbedingungen, Streitbeilegungsverfahren und WTO-Abkommen, die ihre Exportchancen sichern. Das Portal liefert entscheidende Daten für Compliance, Risikomanagement und die Erschließung neuer Märkte und ist damit wichtig für erfolgreiche internationale Geschäfte.
Die Online-Plattform „World Bank Open Data“ der Weltbank bietet international agierenden Unternehmen kostenlosen Zugang zu umfangreichen globalen Wirtschafts- und Entwicklungsindikatoren. Die Plattform stellt verlässliche Daten zu BIP, Inflation, Außenhandel und Demografie für nahezu alle Länder bereit. Diese Informationen sind eine wertvolle Unterstützung für Marktanalysen, die Bewertung von Länderrisiken sowie strategische Export-, Import- und Investitionsentscheidungen. Detaillierte Länderprofile und Zeitreihen erleichtern zudem fundierte Prognosen und die Planung internationaler Geschäftsaktivitäten.
Zu den zentralen Online-Angeboten der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) zählen die OECD-Verrechnungspreisleitlinien für rechtssichere Transferpreise, Due-Diligence-Leitfäden für verantwortungsvolle Lieferketten sowie umfangreiche Wirtschaftsprognosen und Länderdaten. Mithilfe dieser Ressourcen können Doppelbesteuerungen vermieden, Compliance- und ESG-Anforderungen erfüllt, Risiken in Auslandsmärkten gesteuert und datenbasierte internationale Investitions- und Standortentscheidungen getroffen werden.
Der Internationale Währungsfonds (IWF) unterstützt international aktive Unternehmen auf seiner Webseite mit aktuellen Analysen zur Weltwirtschaft, Länderberichten und Bewertungen der Finanzstabilität. Mithilfe von Tools wie dem „IMF Data Mapper” können Firmen vergleichbare Makrodaten zu Wachstum, Inflation, Wechselkursen und Staatsfinanzen abrufen. Berichte wie der „World Economic Outlook” und die „Regional Economic Outlooks” liefern belastbare Grundlagen für Risikoanalysen, Liquiditätsplanungen, die Absicherung von Währungsrisiken und strategische Investitionsentscheidungen in globalen Märkten.
Der UNCTAD Data Hub der Vereinten Nationen bietet international aktiven Unternehmen kostenfreien Zugang zu mehr als 150 Indikatoren in den Bereichen Handel, Direktinvestitionen (FDI) und nachhaltige Entwicklung. Dazu gehören detaillierte FDI-Statistiken (Flows, Stocks, M&A), Länderprofile zu Investitionsstandorten sowie der IIA Navigator mit mehr als 2.800 internationalen Investitionsabkommen. Ergänzt wird das Angebot durch Trade-in-Services- und E-Commerce-Daten. Diese Datensätze unterstützen Unternehmen bei Standortanalysen, Due-Diligence-Prüfungen, der Bewertung regulatorischer Rahmenbedingungen und datenbasierten Investitionsentscheidungen.
Das „The World Factbook“ der Central Intelligence Agency (CIA) der USA bietet Unternehmen kompakte Länderprofile mit verlässlichen Basisdaten zu den Themen Wirtschaft, Bevölkerung, Infrastruktur, Politik, Energie und Kommunikation. Die Plattform stellt strukturierte Informationen über Handel, Ressourcen, Standortfaktoren und administrative Rahmenbedingungen bereit. Für international aktive Unternehmen dient sie als schnelle Übersicht zur Einschätzung von Märkten, Geschäftsrisiken und operativen Bedingungen im Zielland und ist somit ideal für erste Marktanalysen und die strategische Vorbereitung.
Auf der Außenwirtschaftsseite der Wirtschaftskammer Österreich (WKO) finden Unternehmen Informationen zu internationalen Märkten, Exportchancen, Länderprofilen sowie aktuellen Wirtschafts- und Rechtsentwicklungen. Digitale Tools wie der Exportradar oder die Warenstromanalysen helfen bei der Marktrecherche, der Vorbereitung von Exporten und der Einschätzung ausländischer Rahmenbedingungen.
Switzerland Global Enterprise (S-GE), die Außenwirtschaftsförderungsgesellschaft der Schweiz, bietet online umfassende Informationen zu internationalen Märkten, Geschäftschancen und Exportthemen. Unternehmen finden dort unter anderem Länder- und Branchenanalysen, Hinweise zu Zoll, Marktzugang und Regulierung sowie praxisnahe Leitfäden für Auslandsgeschäfte. Viele Inhalte wie Marktinformationen, Webinare und Publikationen sind frei zugänglich. Die Plattform unterstützt gezielt bei der Marktrecherche, der Exportvorbereitung und der internationalen Expansion.
Zoll, Exportkontrolle und Lieferkettenregulierung
Compliance
In der Rubrik „Zoll, Exportkontrolle und Lieferkettenregulierung“ werden ausgewählte Informationsportale und Datenbanken zu zollrechtlichen Vorschriften, Exportkontrolle, Sanktionen und unternehmerischen Sorgfaltspflichten vorgestellt. International tätige Unternehmen erhalten damit eine Orientierung darüber, welche externen Quellen sie für die rechtssichere Abwicklung von Import- und Exportgeschäften sowie für Compliance-Prüfungen in globalen Lieferketten nutzen können.
Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) bietet unter „Außenwirtschaft“ zentrale Informationen für die rechtssichere Exportabwicklung. International aktive Unternehmen finden dort Hinweise zur Exportkontrolle, zu Dual-Use-Güterlisten und aktuellen Embargos. Über das ELAN-K2-Portal können viele Exportgenehmigungen elektronisch beantragt werden – abhängig vom Gütertyp und den jeweiligen Anforderungen. Zusätzlich stellt das BAFA Merkblätter zu Sanktionen, Leitfäden für interne Compliance-Programme (ICP) sowie die „Auskunft zur Güterliste“ bereit – eine wichtige Grundlage zur Klärung möglicher Genehmigungspflichten im globalen Handel. Das BAFA informiert darüber hinaus über allgemeine Genehmigungen (AGG): Aktuell gibt es 8 EU-AGGen und 29 nationale AGGen (Stand: Dezember 2025).
Der AGG-Finder ist ein zentrales Online-Tool des BAFA, das bei der Exportabwicklung unterstützt. Er ermöglicht die schnelle und unkomplizierte Ermittlung der passenden Allgemeinen Genehmigung (AGG). Durch seine klare Struktur und gezielte Filteroptionen nach Güterlistenkennzeichen und Bestimmungsländern wird die Suche erheblich vereinfacht. Dies spart Zeit und reduziert das Risiko von Fehlentscheidungen bei der Genehmigungswahl. Der AGG-Finder leistet somit einen wichtigen Beitrag zu einer effizienten und rechtssicheren Exportpraxis.
Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) stellt unter „Sorgfaltspflichten in Lieferketten“ umfassende Informationen zur Umsetzung des Lieferkettensorgfaltspflichtengesetzes (LkSG) bereit. Dazu gehören Hinweise zur Risikoanalyse, zur Zusammenarbeit mit Zulieferern, zur Einrichtung von Beschwerdeverfahren sowie FAQ-Listen und Orientierungshilfen. Die Inhalte unterstützen Unternehmen beim Verständnis ihrer menschenrechtlichen und umweltbezogenen Pflichten in globalen Lieferketten.
Der „Helpdesk Wirtschaft und Menschenrechte“ der Agentur für Wirtschaft und Entwicklung – einer Einrichtung des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung – informiert und berät Unternehmen kostenlos zu menschenrechtlichen und umweltbezogenen Sorgfaltspflichten in globalen Lieferketten. Auf der Website finden sich Hinweise zu regulatorischen Vorgaben wie dem Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz (LkSG) und dem Nationalen Aktionsplan (NAP) sowie der Zugang zu Tools wie dem CSR-Risiko-Check, dem KMU-Kompass und dem Praxislotsen. Ergänzend stehen Schulungen, Veranstaltungen und Leitfäden zur Verfügung, die bei der Integration von Umwelt- und Sozialstandards in das betriebliche Risikomanagement Orientierung bieten.
Die Website der deutschen Zollverwaltung bietet umfassende Informationen zur rechtssicheren Import- und Exportabwicklung. International aktive Unternehmen finden dort wichtige Tools wie den Elektronischen Zolltarif (EZT-Online), mit dem sich Abgaben und Warennummern ermitteln lassen, sowie Informationen zu Zollverfahren, zum AEO-Status (Authorized Economic Operator) und zu Warenursprung, Präferenzen, Embargos und außenwirtschaftsrechtlichen Beschränkungen. All diese Inhalte unterstützen Compliance-Prüfungen und eine effiziente Organisation des grenzüberschreitenden Warenverkehrs.
Die kostenlose EZT-Online-Auskunft der deutschen Zollverwaltung bietet Unternehmen zentrale Informationen zur Warentarifierung. Mithilfe der Anwendung können Waren bis zur 11-stelligen Codenummer für die Einfuhr und bis zur 8-stelligen Warennummer für die Ausfuhr eingereiht werden. Zudem werden Drittlandszollsätze, mögliche Genehmigungspflichten, die Einfuhrumsatzsteuer und Verbrauchsteuersätze angezeigt. Ergänzende Erläuterungen zur Kombinierten Nomenklatur unterstützen die systematische Einordnung von Waren im Zolltarif.
Das Zollportal „Warenursprung und Präferenzen online“ (WuP) stellt Unternehmen kostenlos Informationen zu EU-Präferenzregelungen und Ursprungsbestimmungen bereit. Es bietet länderbezogene Übersichten, Verarbeitungslisten nach HS-Positionen sowie Zugänge zu Ursprungsprotokollen und Listenregeln der jeweiligen Abkommen. Mithilfe der Anwendung können international aktive Firmen die geltenden Voraussetzungen für präferenzberechtigte Waren nachvollziehen und Ursprungs- sowie Präferenzanforderungen im Außenhandel prüfen.
Die Welthandelsorganisation (WTO) stellt mit ihrer „Tariff & Trade Data“-Plattform umfangreiche Informationen zu Zollsätzen und Handelsdaten bereit. Unternehmen finden dort offizielle Angaben von mehr als 150 Ländern zu angewandten Zollsätzen, gebundenen Höchstzöllen und langfristigen Importstatistiken. Der „WTO-IMF Tariff Tracker” informiert über aktuelle Änderungen von Zöllen und Handelsmaßnahmen. Ergänzend bieten die „World Tariff Profiles” jährlich aufbereitete Übersichten zu tarifären und ausgewählten nichttarifären Maßnahmen. All diese Daten sind für Zollkalkulationen, Marktzugangsanalysen und die Planung internationaler Handelsaktivitäten von Nutzen.
Die kostenfreie Datenbank Regional Trade Agreements der Welthandelsorganisation (WTO) enthält alle notifizierten bestehenden oder geplanten Freihandelsabkommen weltweit. Neben den Basisinformationen sind auch die Texte sowie eventuell existierende Anhänge der jeweiligen Abkommen hinterlegt. Die Datenbank ist besonders interessant für Unternehmen, die im Rahmen von sogenannten Transithandelsgeschäften ihre Waren von Nicht-EU-Ländern direkt an Kunden in bestimmten Zielländern außerhalb der EU liefern.
Die Online-Services der Europäischen Kommission im Bereich Steuern und Zoll bieten Unternehmen Zugang zu zentralen zollrechtlichen Informationsquellen. Dazu gehören der EU-Zolltarif, Präferenzzollsätze, Ursprungsregeln, Datenbanken zur Klassifizierung chemischer Erzeugnisse, Verzeichnisse von Unternehmen mit AEO-Status sowie Informationen zum Verlauf und Abschluss von Zollverfahren. Über die Plattform sind zudem weitere Tools zu Einfuhr-, Ausfuhr- und Transitregelungen abrufbar. Die nachfolgend genannten Datenbanken bilden die wesentlichen Informationsquellen für die tägliche zollrechtliche Praxis international agierender Unternehmen:
EU-Maßnahmen wie den Einfuhrzollsatz ermitteln: Mithilfe der TARIC-Datenbank lassen sich verschiedene einfuhrhandelsrelevante Maßnahmen sowie der aktuelle Einfuhrzollsatz für den Import von Waren in die EU ermitteln.
AEO-Statusvon Unternehmen recherchieren: Über diese Datenbank können Unternehmen abgefragt werden, die von der Zollverwaltung des jeweiligen Landes als „zugelassene Wirtschaftsbeteiligte“ (Authorized Economic Operator, AEO) zertifiziert worden sind. Zu beachten ist, dass die Aufnahme in diese Datenbank freiwillig ist.
Europäische Verbindliche Zolltarifauskünfte (EVZTA): Bei der Ermittlung von Zolltarifnummern liefert diese Datenbank wertvolle Hinweise zu den berücksichtigten Beschaffenheitsmerkmalen, die bei der Erteilung verbindlicher Zolltarifauskünfte zugrunde gelegt wurden. Sie umfasst alle von den jeweiligen Mitgliedstaaten erteilten Auskünfte in der jeweiligen Amtssprache des Mitgliedstaats.
EORI-Nummern prüfen: Über die EORI-Datenbank können Unternehmen die Gültigkeit von EORI-Nummern (Economic Operators Registration and Identification; vormals „Zollnummer“) prüfen. Dies ist eine zwingende Voraussetzung für Einfuhr-, Ausfuhr- und Transitverfahren in der EU. Mithilfe der Online-Abfrage können Unternehmen sicherstellen, dass sie selbst sowie ihre Logistik- und Handelspartner für zollrechtliche Prozesse korrekt registriert sind.
Versand-MRN verfolgen: Mithilfe der MRN-Abfrage können Unternehmen die MRN (Master Reference Number) für Ausfuhr- und Versandverfahren online prüfen und den Status, den Verlauf sowie den Abschluss dieser Verfahren verfolgen. Damit können international aktive Unternehmen verlässlich nachvollziehen, ob Vorgänge ordnungsgemäß registriert, abgewickelt und erledigt wurden.
Zollinformationen umfassend abfragen: Das EU-Portal „Access2Markets“ bietet Unternehmen umfassende Informationen zu Zolltarifen, Ursprungsregeln, Import- und Exportbestimmungen sowie zu Handelshemmnissen. Die Datenbank enthält Angaben zu Zöllen, Einfuhrnebenabgaben, Genehmigungspflichten, Präferenzregelungen und Handelskontrollen für ausgewählte Drittländer und die Europäische Union. Damit können international aktive Unternehmen Abgaben kalkulieren, regulatorische Anforderungen prüfen und globale Lieferketten sowie Markteintritte rechtssicher planen.
Präferenzberechtigung von Waren prüfen: Die EU-Seite „Ursprungsbezogene Präferenzregelungen“ stellt die präferenziellen Handelsabkommen der EU sowie die dazugehörigen Ursprungs- und Präferenzregeln bereit. Die Datenbank zeigt, unter welchen Voraussetzungen Waren als präferenzberechtigt gelten und zu reduzierten oder entfallenden Zollsätzen eingeführt bzw. ausgeführt werden können. Sie umfasst Listen der Abkommen, Partnerländer und Ursprungsregeln und unterstützt international aktive Unternehmen bei der Anwendung des Präferenzursprungs und der Planung globaler Lieferketten.
Auf der Destatis-Seite „Warenverzeichnis für die Außenhandelsstatistik“ steht Unternehmen das amtliche, aktualisierte Klassifikationssystem für den Außenhandel kostenlos zur Verfügung. Es enthält systematisch gegliederte Warennummern mit Warenbeschreibungen für Im- und Exporte, ein Kapitelverzeichnis sowie eine Gegenüberstellung alter und neuer Nummern – ideal bei Umstellungen oder zum Jahreswechsel. International tätige Firmen können so ihre Im- und Exportgüter korrekt codieren, Zolltarifierungen und Handelsstatistiken präzise erstellen, Intrastat-/Extrastat-Meldungen verfassen und ihre Lieferketten analytisch überwachen. Die Datenbasis erleichtert die Zollabwicklung, Markt- und Wettbewerbsanalysen und sorgt für statistisch saubere Außenhandelsdaten.
Die Finanz-Sanktionsliste ist ein kostenloses Online-Tool, mit dem sich Personen, Unternehmen und Organisationen gegen die konsolidierte EU-Sanktionsliste prüfen lassen. International aktive Unternehmen können vor Zahlungen, Lieferungen oder dem Aufbau neuer Geschäftsbeziehungen Namen abgleichen und prüfen, ob eine Listung vorliegt. Das Portal unterstützt somit die Sanktionslisten-Compliance im Außenhandel und hilft dabei, mögliche rechtliche Risiken in internationalen Transaktionen frühzeitig zu erkennen.
Die EU Sanctions Map bietet Unternehmen eine kostenfreie, interaktive Übersicht über alle EU-Sanktions- und Embargoregime. Sie zeigt die betroffenen Länder, die gelisteten Personen und Organisationen sowie die zugrunde liegenden EU-Rechtsakte. Über die Karte lassen sich Art und Umfang der restriktiven Maßnahmen nach Branchen und Sanktionsarten recherchieren. Die Plattform unterstützt international agierende Firmen bei Compliance-Prüfungen, Risikoanalysen und der Einschätzung, ob Geschäftsbeziehungen oder Transaktionen vom EU-Sanktionsrecht betroffen sein könnten.
Absicherung, Finanzierung und Förderung
Exportförderung
Die Rubrik „Absicherung, Finanzierung und Förderung“ stellt ausgewählte Informationsportale und Anlaufstellen zu staatlichen Absicherungsinstrumenten, Finanzierungsangeboten und Förderprogrammen für das Auslandsgeschäft vor. International tätige Unternehmen erhalten eine Orientierung darüber, welche externen Quellen sie zur Absicherung von Exporten und Investitionen, zur Finanzierung internationaler Vorhaben sowie zur Nutzung öffentlicher Förderangebote heranziehen können.
Der Exportguide der Bundesagentur Germany Trade & Invest (GTAI) bietet unter anderem einen Überblick über öffentliche Förderprogramme, das Markterschließungsprogramm des Bundeswirtschaftsministeriums (MEP) sowie Exportinitiativen und Messebeteiligungen. Die Plattform bündelt Angebote von Bund und Ländern und informiert über Kooperations- und Kontaktveranstaltungen, Ausschreibungen internationaler Organisationen sowie Investitionshilfen in Entwicklungs- und Schwellenländern. So finden exportorientierte KMU schnell passende Förderinstrumente für den Markteintritt, die Geschäftsanbahnung und Auslandsinvestitionen.
Im Fokus stehen unter anderem folgende Instrumente der Außenwirtschaftsförderung:
UFK-Garantien zur Absicherung von Rohstoffprojekten im Ausland
Die Website bietet Informationen zu Voraussetzungen, Antragswegen, Länderrisiken und Produktvarianten und unterstützt Unternehmen dabei, internationale Vorhaben risikobewusst zu planen.
Auf der Website des Ausstellungs- und Messe-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft (AUMA) werden Unternehmen über Förderprogramme und Unterstützungsmöglichkeiten bei Auslandsmessen informiert. Interessierte Firmen finden dort Hinweise zu finanziellen Zuschüssen, Gemeinschaftsständen (zum Beispiel unter dem Label „German Pavilion“), Zuschüssen zu Standbau- und Transportkosten sowie zu Länderförderprogrammen für Messeauftritte. Die Plattform listet zudem aktuelle Ausschreibungen, Teilnahmebedingungen und Ansprechpartner auf. Sie bietet exportorientierten Unternehmen eine strukturierte Übersicht, um Messeauftritte im Ausland effizient und kostengünstig zu realisieren.
NRW.Global Business, die Außenwirtschaftsförderungsgesellschaft des Landes Nordrhein-Westfalen, unterstützt Unternehmen aus Nordrhein-Westfalen mit einem breiten, teils geförderten Außenwirtschaftsprogramm bei der internationalen Markterschließung. Dazu gehören organisierte Unternehmens- und Delegationsreisen in relevante Auslandsmärkte, Förderangebote für Auslandsmesseauftritte wie „Messe meets Mittelstand“ und NRW-Gemeinschaftsstände, Kooperationsbörsen und Fachveranstaltungen.
Die KfW-Gruppe bietet Unternehmen verschiedene Finanzierungsmöglichkeiten im Zusammenhang mit dem Auslandsgeschäft. Die KfW IPEX-Bank ist eine wettbewerbsorientierte Geschäftsbank, die Export- und Projektfinanzierungen weltweit strukturiert. Die Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft (DEG), eine Tochter der KfW, stellt langfristige Finanzierungen und Beteiligungen für Investitionen deutscher Unternehmen in Entwicklungs- und Schwellenländern bereit.
Die DEG bietet Finanzierungslösungen in Form von langfristigen Darlehen, Beteiligungen und strukturierten Finanzierungen für Auslandsinvestitionen deutscher Unternehmen. Darüber hinaus stellt sie Länderanalysen bereit, bietet Beratung an und unterstützt mit Förderprogrammen. Zudem begleitet sie Firmen bei der Planung und Umsetzung von Projekten in Entwicklungs- und Schwellenländern.
Die KfW IPEX-Bank finanziert internationale Projekte deutscher und europäischer Unternehmen in den Bereichen Energie, Verkehr, Infrastruktur und Industrieanlagen. Sie arbeitet marktnah, bietet strukturierte Export- und Projektkredite an und unterstützt Unternehmen bei der Finanzierung großvolumiger Auslandsaufträge und -lieferverträge.
Die Website Agrarexportfoerderung.de des Bundeslandwirtschaftsministeriums informiert landwirtschaftliche und agrarverarbeitende Unternehmen über Fördermöglichkeiten für Exporte und internationale Marktaktivitäten. Sie enthält Angaben zu Zuschüssen, Exportkrediten und Unterstützungsprogrammen, beispielsweise zur Teilnahme an Auslandsmessen, zu Marktanalysen sowie zur Exportvorbereitung und -begleitung. Unternehmen finden dort Hinweise zu den jeweiligen Förderbedingungen, Antragsmodalitäten und Ansprechpartnern.
Akteure, Anlaufstellen & Kontakte
Kontakte
Die Rubrik „Akteure, Anlaufstellen, Kontakte“ stellt ausgewählte Institutionen, Netzwerke und Ansprechpartner für das internationale Geschäft vor. International tätige Unternehmen erhalten eine Orientierung darüber, welche nationalen und internationalen Akteure sie bei Fragen zur Markterschließung, Geschäftsanbahnung, Finanzierung, Regulierung oder zu Projekten im Ausland kontaktieren können. Die Zusammenstellung erleichtert die gezielte Kontaktaufnahme entlang des Auslandsgeschäfts.
Die Deutschen Auslandshandelskammern (AHKs) sind mit rund 150 Standorten in mehr als 90 Ländern weltweit vertreten. Sie unterstützen Unternehmen mit Marktinformationen, bei der Suche nach Geschäftspartnern sowie mit rechtlichen und steuerlichen Orientierungshilfen. Darüber hinaus bieten sie weitere spezialisierte, kostenpflichtige Dienstleistungen an. Erfahren Sie hier mehr über diese Unterstützung.
Germany Trade and Invest (GTAI) ist die Wirtschaftsförderungsgesellschaft der Bundesrepublik Deutschland. Sie informiert deutsche Unternehmen über Auslandsmärkte. Ihre weltweit eingesetzten Korrespondenten sowie Länder-, Rechts-, Steuer- und Zollexperten liefern aktuelle Wirtschaftsdaten, fundierte Marktanalysen und praxisnahe Tipps zu mehr als 150 Ländern. Tipp: Die individuellen Kontaktdaten der GTAI-Experten finden Sie auf der GTAI-Website im Zusammenhang mit den von Ihnen dort aufgerufenen Länderinformationen.
Die 225 deutschen Auslandsvertretungen (Botschaften, Generalkonsulate und Konsulate) unterstützen international aktive Unternehmen, indem sie ihnen bei Aktivitäten im Gaststaat zur Seite stehen und den bilateralen Handel fördern. Sie beschaffen Informationen zu politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, bereiten hochrangige Wirtschaftsbesuche vor und vermitteln Kontakte zu Regierungsstellen und weiteren Ansprechpartnern in mehr als 190 Ländern weltweit. Ansprechpartner in den Botschaften für Unternehmen sind in der Regel die Leiter der Wirtschaftsabteilungen. Eine Liste der deutschen Auslandsvertretungen mit Kontaktmöglichkeiten finden Sie hier.
Das Import Promotion Desk (IPD) unterstützt Unternehmen beim Aufbau und der Diversifizierung internationaler Lieferketten, insbesondere aus Entwicklungs- und Schwellenländern. Das Sourcing-Angebot konzentriert sich auf ausgewählte Produktgruppen aus den Bereichen Agrar- und Lebensmittel, natürliche Inhaltsstoffe, Schnittblumen sowie Dienstleistungen (u. a. IT und Tourismus). Das IPD vermittelt qualifizierte Lieferanten, organisiert B2B-Matchmaking, bietet Marktinformationen und Fachveranstaltungen an und begleitet Messeauftritte. Träger des IPD sind der Bundesverband Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA) und die sequa gGmbH. Über die Website stehen Kontaktmöglichkeiten und ein Newsletter zur Verfügung.
Die NRW.Bank, die Förderbank des Landes Nordrhein-Westfalen, unterstützt nordrhein-westfälische Unternehmen bei Auslandsinvestitionen durch zinsgünstige Darlehen und Eigenkapitalprodukte. Darüber hinaus informiert und berät sie zu allen öffentlichen Förderprogrammen, auch in den Zielländern. Die Kontaktdaten sind auf der Website zu finden.
NRW.Europa unterstützt kleine und mittlere Unternehmen in Nordrhein-Westfalen bei ihren internationalen Aktivitäten. Als regionaler Partner des Enterprise Europe Network (EEN) hat NRW.Europa kostenfreie Beratungs- und Unterstützungsangebote zur Erschließung von Auslandsmärkten, zu Internationalisierungsstrategien und EU-Förderprogrammen. Über das EEN-Netzwerk erhalten Unternehmen Zugang zu internationalen Geschäftspartnern sowie Hinweise zu Marktinformationen und geeigneten Vernetzungsformaten. NRW.Europa ist ein Gemeinschaftsprojekt der ZENIT GmbH, der NRW.BANK, der NRW.Global Business und von IHK NRW.
Dolmetscher- und Übersetzersuchdienste unterstützen Unternehmen bei der internationalen Geschäftskommunikation. Der Bundesverband der Dolmetscher und Übersetzer e. V. (BDÜ) stellt eine Datenbank mit qualifizierten Fachübersetzern und Dolmetschern für zahlreiche Sprachen und Fachgebiete bereit. In der Justiz-Dolmetscherdatenbank sind öffentlich bestellte und beeidigte Dolmetscher und Übersetzer für rechtlich relevante Übersetzungen gelistet. Die Internationale Vereinigung der Konferenzdolmetscher (AIIC) vermittelt über ihre Website Konferenzdolmetscher für internationale Meetings, Verhandlungen und Konferenzen. Unternehmen können auf den jeweiligen Plattformen nach Sprachexperten suchen und diese direkt kontaktieren.
Germany Trade & Invest (GTAI), die Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Bundes, stellt Unternehmen eine deutschsprachige Informationsplattform zu internationalen Ausschreibungen und Entwicklungsprojekten zur Verfügung. Mithilfe der Datenbank können Nutzer nach Ländern, Regionen, Branchen und Geberorganisationen recherchieren. Sie enthält Projekt- und Ausschreibungsmeldungen, unter anderem zu KfW-finanzierten Vorhaben sowie zu Projekten der Weltbank, der Asiatischen Entwicklungsbank, der Europäischen Investitionsbank und weiterer multilateraler Geber. Ergänzend informiert die Plattform über Vergabeverfahren und Beschaffungsrichtlinien. Nutzer können ihre Recherchen speichern, Dossiers anlegen und sich per E-Mail über neue Ausschreibungen informieren lassen.