Unternehmen, die sich für wirtschaftliche Aktivitäten in der Ukraine interessieren oder sich bereits in der Region engagieren, lädt die Industrie- und Handelskammer (IHK) Mittlerer Niederrhein zum ersten NRW-Wirtschaftsforum Ukraine ein. Bei der Veranstaltung am 27. Januar, 9.30 bis 14 Uhr, im Zeughaus in Neuss stehen unter anderem folgende Fragen im Mittelpunkt: Für welche Branchen bieten sich dort Chancen? Wie sind die Bedingungen für Unternehmen in der Ukraine? Wie können Projekte und Investitionen in dem von Russland angegriffenen Land finanziert und abgesichert werden? „Wir möchten den Austausch zwischen nordrhein-westfälischen und ukrainischen Akteuren fördern, bestehende Netzwerke ausbauen und neue Kooperationen ermöglichen“, wirbt IHK-Hauptgeschäftsführer Jürgen Steinmetz für die Veranstaltung. „Die Unternehmen dort sind dankbar für Partner aus dem Westen. Beide Seiten profitieren von der Zusammenarbeit.“ Nach einem Eröffnungstalk mit Mona Neubaur, Ministerin für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes NRW, Oleksij Makejew, Botschafter der Ukraine in Deutschland, und Oliver Gierlichs, Präsident der Deutsch-Ukrainischen Industrie- und Handelskammer (AHK Ukraine) und CEO des Konzerns Bayer in der Ukraine, steht ein Panel unter dem Thema „Geschäftspraxis Ukraine: Realität, Rahmenbedingungen, Perspektiven“ auf dem Programm. Außerdem werden die Besucherinnen und Besucher Wissenswertes über die Finanzierung und Förderung von Ukraine-Geschäften erfahren. Unter dem Titel „Strategische Branchen im Fokus der Zusammenarbeit“ berichten schließlich Unternehmensvertreter mit Erfahrung vor Ort – wie zum Beispiel Joerg M. Heilingbrunner von der Scheidt & Bachmann GmbH in Mönchengladbach – praxisnah über Chancen und Herausforderungen im Außenhandel sowie bei der Umsetzung von Projekten in einem von Unsicherheiten geprägten Umfeld. Partner des NRW-Wirtschaftsforums Ukraine sind die IHK Düsseldorf und NRW.Global Business. Die Veranstaltung wird unterstützt durch IHK NRW sowie durch die Botschaft der Ukraine. Das komplette Programm und eine Anmeldemöglichkeit sind zu finden unter: veranstaltung.mittlerer-niederrhein.ihk.de/INT4 Ansprechpartner zum Thema Kontakt
Neun Webinare, die Gründerinnen und Gründer im Jahr 2026 auf ihrem Weg in die Selbstständigkeit unterstützen – die Industrie- und Handelskammer (IHK) Mittlerer Niederrhein weist auf die Webinar-Reihe GRÜNDlich der IHK Dortmund hin, die am 20. Januar startet. Dabei vermitteln Expertinnen und Experten praxisnahes Wissen zu allen zentralen Bausteinen einer erfolgreichen Gründung. „Die Webinare dauern rund ein bis zwei Stunden und bieten genügend Raum für Fragen“, sagt Lea Teichmann vom Bereich Existenzgründung der IHK Mittlerer Niederrhein. „Die Reihe richtet sich an Personen, die kurz vor der Gründung stehen oder sich gerade selbstständig gemacht haben – und dabei von verständlich aufbereiteten Fachinhalten, praxiserprobten Tipps und einem strukturierten Lernpfad profitieren möchten.“ Das Programm im Überblick: „Einnahmenüberschuss-Rechnung – wer erstellt sie und wie?“ (20. Januar), „Kompass – Kompakte Hilfe für Soloselbstständige (18. Februar), „Das Bankgespräch souverän meistern“ (23. März), „Business- und Finanzplan erstellen leicht gemacht – mit der UWD“ (30. April), „Das 1x1 der Sozialversicherung“ (17. Juni), „Die zehn häufigsten rechtlichen Fehler bei Gründungen und Start-ups“ (13. Juli), Geschäftsmodellentwicklung – vom Prototyping zur strategischen Ausrichtung“ (14. September), „Systematisch (online) Kunden gewinnen mit Ihrem USP“ (14. Oktober), „Start smart, stay safe – Versicherungsbasics für Gründungen“ (11. November). Die Webinare beginnen jeweils um 14 Uhr. Die Teilnahme ist kostenlos. Eine Online-Anmeldung ist erforderlich: mittlerer-niederrhein.ihk.de/P166/#c1338 Ansprechpartner zum Thema Kontakt
Sabrina Herbeck vom Blumenladen Flora Kreativ hat eine Auszubildende mit Autismus-Spektrum-Störung eingestellt und setzt damit ein klares Zeichen für gelebte Inklusion. Der Blumenladen Flora Kreativ aus Nettetal zeigt, wie gesellschaftliche Verantwortung und unternehmerisches Engagement Hand in Hand gehen können. Das Unternehmen hat eine Auszubildende mit Autismus-Spektrum-Störung eingestellt und setzt damit ein klares Zeichen für gelebte Inklusion. Begleitet wird der Betrieb von der Ausbildungs-GmbH der Industrie- und Handelskammer, genauer gesagt von Fachberaterin Dorothee Schartz. Sie berät und unterstützt im Rahmen der „Einheitlichen Ansprechstellen für Arbeitgeber (EAA)“ Unternehmen bei der Schaffung inklusiver Arbeitsplätze. „Unser Ziel ist es, Barrieren abzubauen und Perspektiven zu eröffnen – für Menschen mit Behinderung und für Betriebe, die Vielfalt als Stärke begreifen“, erklärt die Fachberaterin. „Zudem gibt es als Ausgleich für eventuelle Mehrbelastung des ausbildenden Unternehmens die Möglichkeit, Förderungen in Anspruch zu nehmen.“ Dorothee Schartz hilft bei offenen Fragen zu Zuständigkeiten und möglichen Hilfsangeboten und berät zu Ausbildungsprämie, Zuschüssen zu Kosten der Ausbildung und zu möglichen Investitionskostenzuschüssen. Die EAA koordinieren die Zusammenarbeit mit verschiedenen Partnern wie der Agentur für Arbeit und dem LVR-Inklusionsamt, damit Betriebe nicht allein vor organisatorischen und rechtlichen Fragen stehen. So wird sichergestellt, dass die Ausbildung erfolgreich verläuft und die Auszubildende die bestmögliche Unterstützung erhält. „Für uns war es wichtig, einer jungen Frau eine echte Chance zu geben“, betont Sabrina Herbeck von Flora Kreativ. „Wir sind überzeugt, dass Vielfalt unser Team bereichert und neue Perspektiven eröffnet. Die Beratung durch die EAA hat uns dabei den Weg geebnet und wir können wir uns auf das Wesentliche konzentrieren: eine erfolgreiche Ausbildung.“ Dorothee Schartz fasst ihre Dienstleistung für Unternehmen so zusammen: „Unser Ziel ist es, Unternehmen den Weg zur Inklusion so einfach wie möglich zu machen. Gerade kleine Betriebe profitieren von individueller Beratung und passgenauen Förderungen. So schaffen wir gemeinsam Perspektiven für Menschen mit Behinderung und stärken gleichzeitig die Wirtschaft.“ Die EAA fungieren als Lotsen für Arbeitgeber und helfen bei Fragen rund um Einstellung, Ausbildung und Beschäftigung von Menschen mit Behinderung. Sie beraten kostenfrei, unterliegen der Schweigepflicht und koordinieren die Antragstellung bei den zuständigen Leistungsträgern. Alle Informationen rund um das Thema Fachberatung für Inklusion (EAA) gibt es online unter: mittlerer-niederrhein.ihk.de/P245 Ansprechpartner zum Thema Kontakt
Die Hoffnungen auf eine wirtschaftliche Trendwende am Mittleren Niederrhein haben sich im Verlauf des Jahres 2025 zerschlagen. Statt einer Erholung manifestiert sich eine tiefgreifende Strukturkrise, die die Unternehmen in der Region spürbar belastet. „Dauerkrise statt Trendwende“ – unter dem Titel des vergangenen IHK-Konjunkturberichts lässt sich die wirtschaftliche Entwicklung des Jahres 2025 zusammenfassen. „Wir sehen kein kurzfristiges Konjunkturproblem mehr, sondern haben es mit großen Problemen zu tun, die die Wettbewerbsfähigkeit unseres Standorts gefährden“, analysiert Jürgen Steinmetz, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer (IHK) Mittlerer Niederrhein, das Wirtschaftsjahr 2025. Die Zahlen der IHK-Konjunkturumfrage vom Herbst untermauern diese Einschätzung. Der Geschäftslageindikator, das zentrale Stimmungsbarometer der regionalen Wirtschaft, ist auf ein Fünf-Jahres-Tief von minus 12 Punkten gesunken. Auch in Krefeld war die Geschäftslage im Herbst negativ. Nur 16 Prozent der Unternehmen bewerteten die Lage gut, knapp 23 Prozent bewerteten sie schlecht. Die Unternehmerinnen und Unternehmer in der Region blicken auch zunehmend pessimistisch in die Zukunft: Die Geschäftserwartungen für die kommenden zwölf Monate haben sich weiter eingetrübt und liegen nun bei minus 8,3 Punkten, nach bereits negativen minus 2,7 Punkten vor einem Jahr. „Was uns besonders sorgt, ist die Verfestigung dieser negativen Stimmung“, so Steinmetz. „Die enttäuschten Erwartungen vom Jahresbeginn sind zu einer Art Dauerkrisenstimmung geworden. Viele Unternehmerinnen und Unternehmer haben die Hoffnung auf eine baldige Besserung aufgegeben und schalten in einen Krisenmodus.“ Diese negative Grundstimmung wird von konkreten Geschäftsrisiken genährt. Als größte Bedrohung für die eigene Entwicklung identifizieren die Unternehmen mit 57,6 Prozent die schwache Inlandsnachfrage, was sich in der ausgeprägten Kauf- und Investitionszurückhaltung in Deutschland zeigt. Es folgen die hohen Arbeitskosten (49,5 Prozent) und die weiterhin als hoch empfundenen Energiepreise (42,6 Prozent). „Diese Kombination aus schwacher Nachfrage, Kostendruck und teurer Energie erstickt Wachstumsimpulse“, erläutert Steinmetz. „Hinzu kommt, dass uns viele Unternehmen immer wieder Rückmeldung über die hohe Bürokratiebelastung geben.“ Die Folgen dieser Mischung zeigen sich immer deutlicher auch in der zunehmend mangelnden Stabilität der Unternehmen. Das aktuelle IHK-Risikobarometer, das gemeinsam mit der Creditreform erstellt wird, weist für die Region Mitte 2025 eine durchschnittliche Zahlungsausfallrate von 2,18 Prozent aus – ein Wert, der spürbar über dem Bundesdurchschnitt von 1,84 Prozent liegt. Alarmierend ist auch die branchenspezifische Entwicklung: Erstmals führt das Gastgewerbe mit einer Ausfallquote von 4,61 Prozent die Negativstatistik an – eine direkte Folge der Corona-Jahre in Kombination mit explodierenden Lebensmittel- und Energiekosten. „Aber auch der deutliche Anstieg der Ausfallrate in der Industrie von 1,53 auf 2,1 Prozent ist ein Warnsignal“, betont Steinmetz. „Besonders in Krefeld, wo die Dichte an energieintensiven Betrieben sehr hoch ist, liegt die Ausfallrate deutlich über dem regionalen Durchschnitt. Hier wird das strukturelle Problem besonders sichtbar und die Notwendigkeit eines wettbewerbsfähigen Industriestrompreises überdeutlich.“ Auch an den Industrieumsätzen zeigt sich die schwierige Situation: So sind die Umsätze in Krefeld im dritten Quartal um 5,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gesunken. In den ersten beiden Quartalen waren die Zahlen noch leicht im positiven Bereich. In der Summe bleibt im Zeitraum von Januar bis Oktober ein nominales Umsatzminus von 1,9 Prozent. Die anhaltende Schwächephase schlägt inzwischen auch auf den lange Zeit noch robusten Arbeitsmarkt durch. Die Beschäftigungserwartungen der Unternehmen waren in der vergangenen Konjunkturumfrage deutlich im negativen Bereich, und die Stagnation auf hohem Niveau bei der Arbeitslosigkeit gibt Anlass zur Sorge. In Krefeld etwa verharrt die Quote im November bei 10,8 Prozent und damit nur marginal unter dem Vorjahreswert (10,9 Prozent). Parallel dazu ist die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Krefeld zuletzt gesunken. „Von Mai 2024 bis Mai 2025 sind knapp 200 Beschäftigungsverhältnisse in Krefeld verloren gegangen. Der Puffer, der unsere Region lange stabilisiert hat, schrumpft“, warnt Steinmetz. Hinzu kommt der Fachkräftemangel, der für 44 Prozent der Betriebe trotz der schwierigen Geschäftslage ein zentrales Geschäftsrisiko ist und die Wachstumsmöglichkeiten zusätzlich begrenzt. Trotz der vergleichsweise düsteren Bilanz des Jahres 2025, gelte es, den Blick nach vorne zu richten. „Hoffnung für 2026 kann aus unserer Sicht nur durch mutige politische Entscheidungen entstehen“, sagt Steinmetz. Das Sondervermögen für Infrastruktur und Klimaneutralität könne im Jahr 2026 zwar ein Impulsgeber sein, jedoch nur unter bestimmten Bedingungen. „Das Geld muss schnell und unbürokratisch in zusätzliche Vorhaben investiert werden. Dann wird es auch wieder private Folgeinvestitionen anreizen“, so Steinmetz. Das gelte auch für die Mittel, die den Kommunen zur Verfügung gestellt werden. Zudem hofft Steinmetz, dass im Jahr 2026 der versprochene entschlossene Bürokratierückbau erfolgt. „Unsere hiesigen Bundestagsabgeordneten gehen davon aus, dass die entsprechenden Gesetze im zweiten Quartal 2026 verabschiedet werden können. Daran werden wir sie messen“, sagt der IHK-Hauptgeschäftsführer. Bürokratische Entlastungen in Milliardenhöhe könnten aus Sicht der IHK für eine Belebung in der zweiten Jahreshälfte sorgen. Als Herausforderung für das kommende Jahr bewertet er die kritische Finanzlage in vielen Kommunen, so auch in Krefeld. Angesichts einer Reihe von Diskussionen um Steuererhöhungen in der Region warnt Steinmetz eindringlich davor, zur Lösung der Finanzprobleme zuerst zum Instrument Steuererhöhungen zu greifen: „Die ohnehin stark belasteten Unternehmen über steigende Gewerbesteuer-Hebesätze weiter unter Druck zu setzen, wäre ein fatales Signal und würde die Nachteile des Wirtschaftsstandorts Deutschlands regional weiter verschärfen. Hier stehen auch das Land und der Bund in der Verantwortung, für eine auskömmliche Finanzierung ihrer Kommunen zu sorgen und diesen Teufelskreis zu durchbrechen“, so Steinmetz. Angesichts dieser Gemengelage bewertet die IHK die Absichtserklärung von CDU und SPD in Krefeld, den Gewerbesteuerhebesatz nicht zu erhöhen, positiv. Teilregionale Pressemitteilungen zum Download PM 277: Jahresrück- und Ausblick 25/26 - Mönchengladbach (PDF, 170 KB, nicht barrierefrei) PM 277: Jahresrück- und Ausblick 25/26 - Kreis Viersen (PDF, 169 KB, nicht barrierefrei) PM 277: Jahresrück- und Ausblick 25/26 - Rhein-Kreis Neuss (PDF, 170 KB, nicht barrierefrei) Ansprechpartner zum Thema Kontakt
Sie haben eine Schulpartnerschaft vereinbart (v.l.): Allison Lange und Malte Burmester von der Realschule an der Josefskirche, IHK-Beraterin Gabriele Götze, Ilka Werner und Markus Klinkhamels von der Anne-Frank-Gesamtschule sowie von der Zielke KG Ausbildungsleiterin Stefanie Schütt und Geschäftsführer Carsten Zielke. Schulpartnerschaften leisten einen wichtigen Beitrag zur Fachkräftesicherung und erleichtern den Übergang von der Schule in die Ausbildung. Sie sollen dabei helfen, junge Talente frühzeitig zu entdecken und gezielt zu fördern. Jüngstes Beispiel ist die Kooperation zwischen der Zielke KG (Edeka) in Viersen und gleich zwei Schulen: der Anne-Frank-Gesamtschule und der Realschule an der Josefskirche. Die Partnerschaft ermöglicht Schülerinnen und Schülern praxisnahe Einblicke in die Arbeitswelt und unterstützt sie bei der beruflichen Orientierung. Initiiert und begleitet wird die Partnerschaft von der Industrie- und Handelskammer (IHK) Mittlerer Niederrhein. Im Rahmen der Zusammenarbeit sind unter anderem Betriebserkundungen, Praktika sowie der direkte Austausch mit Auszubildenden des Unternehmens geplant. So erhalten die Jugendlichen realistische Einblicke in betriebliche Abläufe und verschiedene Berufsbilder. „Die Berufsorientierung ist ein zentrales Anliegen unserer Schule“, betont die Schulleiterin der Anne-Frank-Gesamtschule, Ilka Werner. Und Anne Helgers, Schulleiterin der Realschule an der Josefskirche, ergänzt: „Wir begleiten die Schülerinnen und Schüler individuell dabei, ihre Stärken zu erkennen und fundierte Entscheidungen für ihre berufliche Zukunft zu treffen.“ Die Zielke KG stellt im Rahmen der Kooperation Praktikumsplätze in den Ausbildungsberufen Verkäufer/in, Kaufmann/-frau im Einzelhandel, Kaufmann/-frau im Einzelhandel mit Zusatzausbildung Frischespezialist, Fleischer/in, Koch/Köchin und Handelsfachwirt/in (IHK) zur Verfügung. Auch auf Unternehmensseite wird die Partnerschaft als Chance gesehen: „Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit und darauf, junge Talente frühzeitig kennenzulernen“, sagt Ausbildungsleiterin Stefanie Schütt. „Gleichzeitig möchten wir zeigen, welche vielfältigen Möglichkeiten eine Ausbildung in unserem Betrieb bietet.“ Gabriele Götze, IHK-Beraterin für Schule und Wirtschaft, unterstreicht den Mehrwert der Kooperation: „Schülerinnen und Schüler gewinnen wertvolle Orientierung für ihre berufliche Zukunft. Unternehmen wiederum können potenzielle Fachkräfte frühzeitig an sich binden.“ Unternehmen und Schulen, die sich für eine Schulpartnerschaft interessieren, erhalten weitere Informationen bei Gabriele Götze, Telefon 02151 635-337, per E-Mail an Gabriele.Goetze(at)mittlerer-niederrhein.ihk.de oder online unter mittlerer-niederrhein.ihk.de/P538 Ansprechpartner zum Thema Kontakt
Die IHK-Auszubildende Ina Intveen und Lea-Charlotte Hoffmann haben die Spenden an Tierheim-Mitarbeiter Alex Manthey und Tierheimleiter Frank Schankat überreicht (v.l.n.r.). Mit dabei war auch Hund Chico. In den vergangenen Wochen haben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Industrie- und Handelskammer (IHK) Mittlerer Niederrhein für ihre diesjährige Spendenaktion gesammelt, die von den IHK-Auszubildenden organisiert wurde. In diesem Jahr haben die Auszubildenden beschlossen, das Tierheim Krefeld zu unterstützen. Das Tierheim kümmert sich um Fund- und Abgabetiere aus der Region und schenkt ihnen ein sicheres, liebevolles Zuhause auf Zeit. Neben der täglichen Versorgung der Tiere – vom Futter bis zur medizinischen Betreuung – leistet die Einrichtung auch wichtige Aufklärungsarbeit zum Thema Tierschutz. Allerdings stellen steigende Kosten für Energie, Futter und tierärztliche Versorgung sowie eine anhaltend hohe Zahl an aufgenommenen Tieren den Betrieb vor große Herausforderungen. „Viele wissen gar nicht, wie viel Engagement und Organisation hinter dem Betrieb eines Tierheims steckt. Umso wichtiger war es uns, hier einen kleinen Beitrag zu leisten“, sagt die IHK-Auszubildende Lea-Charlotte Hoffmann, die gemeinsam mit ihrer Kollegin Ina Intveen zahlreiche Sachspenden – darunter Futter, Decken und Spielzeug – sowie 315 Euro an Frank Schankat, Leiter des Tierheims, überreichen konnte. „Wir freuen uns sehr über die Unterstützung der IHK-Mitarbeitenden“, sagte Schankat. „Solche Aktionen helfen uns enorm, unsere Arbeit auch in schwierigen Zeiten fortzusetzen.“ Ansprechpartner zum Thema Kontakt
Sie schauten den Kindern beim Experimentieren über die Schultern (v.l.): Cristina Klasen (Projektleiterin TuWas), Martin Alders (Geschäftsführer ALDERS electronic GmbH), Gabriele Götze (IHK-Beraterin Schule-Wirtschaft) und Schulleiterin Sabine Stammen. Die Astrid-Lindgren-Schule in Kempen setzt ein klares Signal für frühe MINT-Förderung: Mit großem Engagement möchte die Grundschule das Interesse an Naturwissenschaften und Technik wecken und junge Talente nachhaltig stärken. Als eine von derzeit 44 teilnehmenden Einrichtungen in der Region ist sie Teil der Bildungsinitiative „TuWaS! Rheinland – Technik und Naturwissenschaften an Schulen“, die Schülerinnen und Schüler durch praxisnahe Unterrichtseinheiten für MINT-Themen begeistert. Unterstützt wird das Projekt von der ALDERS electronic GmbH sowie der Industrie- und Handelskammer (IHK) Mittlerer Niederrhein, die beide ein gemeinsames Ziel verfolgen: junge Menschen frühzeitig für technische und naturwissenschaftliche Berufsfelder zu gewinnen und so zur Fachkräftesicherung am Niederrhein beizutragen. Mit dem Modul „Festkörper und Flüssigkeiten“ hat die Grundschule ein innovatives Lernangebot eingeführt. Im Mittelpunkt stehen praktisches Arbeiten, eigenständiges Forschen und entdeckendes Lernen. So sollen Schülerinnen und Schüler spielerisch an naturwissenschaftliche Fragestellungen herangeführt und zugleich für mögliche berufliche Perspektiven im MINT-Bereich sensibilisiert werden. Für Lehrerin Rebecca Zank und Schulleiterin Sabine Stammen ist das Projekt eine „echte Erleichterung und ein Antrieb, Dinge auszuprobieren“. „Mit solchen Projekten wecken wir Neugier, fördern Talente und geben unseren Schülerinnen und Schülern Raum zum Entdecken. Durch die Unterstützung unserer Partner wird uns ermöglicht, noch mehr moderne Lernformate umzusetzen, die im normalen Schulalltag oft nicht möglich wären“, so die Schulleiterin. Und Rebecca Zank ergänzt: „Praxisorientierter MINT-Unterricht zeigt den Kindern, dass Naturwissenschaften nicht nur theoretisch sind – sondern spannend, kreativ und voller Aha-Momente. Wir möchten die Kinder unserer Schule bestmöglich auf ihre Zukunft vorbereiten – und dazu gehört ein lebendiger, handlungsorientierter Zugang zu MINT-Themen.“ Und auch die Wirtschaft profitiert. „MINT-Bildung ist ein zentraler Baustein für den Wirtschaftsstandort. Deshalb unterstützen wir Initiativen, die Schülerinnen und Schüler praxisnah ans Forschen heranführen“, sagt Geschäftsführer Martin Alders. So würden sich manche von ihnen eher für einen naturwissenschaftlichen Beruf entscheiden. Für Unternehmen lohne es sich in mehrfacher Hinsicht, solche Projekte aktiv zu unterstützen. „Damit leisten wir einen konkreten Beitrag zur Bekämpfung des Fachkräftemangels, insbesondere in technischen und naturwissenschaftlichen Berufen. Gleichzeitig stärken wir unsere regionale Verankerung, indem wir junge Talente vor Ort fördern und langfristig an den Standort binden. So entstehen nachhaltige Partnerschaften zwischen Bildung und Wirtschaft – zum Vorteil aller Beteiligten.“ IHK-Geschäftsführerin Daniela Perner ergänzt: „Das Engagement von Schulen und Unternehmen zeigt, wie regionale Bildungsinitiativen zur Lösung des Fachkräftemangels beitragen können. MINT-Bildung ist dabei ein zentraler Schlüssel.“ Projektleitung Cristina Klasen erläutert das Konzept: „TuWaS! steht für forschendes Lernen – Schülerinnen und Schüler experimentieren selbst, dokumentieren ihre Beobachtungen und tauschen sich darüber aus.“ Die Schulen erhalten erprobte Unterrichtseinheiten und Materialien zu naturwissenschaftlich-technischen Themen wie eben „Festkörper und Flüssigkeiten“, „Bewegung und Konstruktion“ oder „Chemische Tests“. Die Lehrkräfte werden im Vorfeld speziell geschult, um die Inhalte optimal in den Unterricht einzubinden. Seit dem Start im Rheinland im Jahr 2008 hat sich das Projekt zu einem Erfolgsmodell entwickelt – aktuell beteiligen sich 50 Schulen in der Region, und rund 80 Unternehmen und Stiftungen unterstützen das Programm. „TuWaS! Rheinland“ ist eine Initiative der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften und der Freien Universität Berlin, die für die inhaltlichen und pädagogischen Konzepte von „TuWaS!“ verantwortlich ist und das Projekt wissenschaftlich begleitet. Weitere Informationen zum Projekt gibt es online unter: mittlerer-niederrhein.ihk.de/P657 Ansprechpartner zum Thema Kontakt
Die Abwassergebühren am Mittleren Niederrhein sind in den vergangenen zwei Jahren deutlich gestiegen – und die regionalen Unterschiede werden größer. Krefeld liegt weiterhin im Mittelfeld des Rankings, ist aber um zwei Plätze nach unten gerutscht. Dies sind die zentralen Ergebnisse der aktualisierten Auflage des Abwassergebühren-Rankings, das die IW Consult GmbH nun zum zweiten Mal für die Industrie- und Handelskammer (IHK) Mittlerer Niederrhein erstellt hat. Dabei wurden neben den 19 Städten und Gemeinden der Region Mittlerer Niederrhein auch sechs Kommunen aus dem Kreis Mettmann einbezogen. Die Analyse zeigt ein differenziertes Bild: Von den 25 untersuchten Kommunen haben seit 2023 22 ihre Gebühren erhöht. Im Durchschnitt stiegen die Gesamtgebühren für ein Musterunternehmen der Chemischen Industrie um etwa 27.000 Euro an. Das bedeutet eine durchschnittliche Gebührensteigerung um etwa 15 Prozent. Besonders schwer trifft es die Unternehmen der Gemeinde Brüggen mit einer Steigerung von mehr als 33 Prozent. „Dass die Höhe der Gebühren steigt, ist zunächst nicht ungewöhnlich. Aber wenn Kommunen mit ohnehin schon hohen Gebührensätzen innerhalb von zwei Jahren die Gebühren um 15 Prozent erhöhen, ist das für die Betriebe eine spürbare Zusatzbelastung“, warnt IHK-Hauptgeschäftsführer Jürgen Steinmetz. „Abwassergebühren sind für produzierende Unternehmen ein wichtiger Kostenfaktor. In Zeiten von Energiepreisvolatilität und wirtschaftlicher Unsicherheit schmerzt jede zusätzliche Belastung.“ Die regionalen Unterschiede sind erheblich. Während Unternehmen in der günstigsten Kommune mit Gebühren im unteren sechsstelligen Bereich rechnen können, zahlen sie in der teuersten Kommune deutlich mehr als das Doppelte. Beispielsweise kostet die Abwasserentsorgung unseres Musterunternehmens der Chemischen Industrie in Nettetal rund 325.000 Euro, während Dormagen nur knapp 121.000 Euro berechnet – eine Differenz von etwa 205.000 Euro. „Das sind knapp 170 Prozent mehr“, sagt Steinmetz. „Damit ist die Kluft zwischen den Kommunen noch größer geworden.“ Dass innerhalb einer räumlich so engen Region wie dem Mittleren Niederrhein derartig massive Unterschiede bestehen, überrascht auch Experten wie Hanno Kempermann, Geschäftsführer der IW Consult GmbH. „Es ist zu vermuten, dass neben objektiven Gründen wie dem Alter der Kanalnetze und Investitionsstaus auch Kostenkalkulationen und Gebührensystematiken eine Rolle spielen, die kritisch zu überprüfen wären“, so Kempermann. Krefeld positioniert sich je nach Musterfall auf Rang 12 bis 14 des aktuellen Rankings und damit weiterhin im Mittelfeld. Mit durchschnittlichen Gebühren um 200.000 Euro (Chemische Industrie) zahlen Unternehmen etwa 70 Prozent mehr als in der günstigsten Kommune. Krefeld rutscht damit im Ranking für die Branche der Chemischen Industrie von Platz 12 auf Platz 14 ab. Ursächlich dafür ist die überdurchschnittliche Gebührensteigerung von mehr als 20 Prozent im Vergleich zu 2023. Andere Kommunen haben die Kosten wesentlich moderater gesteigert, wodurch sie im Ranking nun vor Krefeld liegen. Im Fall des Musterunternehmens aus der Chemischen Industrie zählt die Stadt Mönchengladbach mit Gebühren von rund 252.500 Euro zu den fünf teuersten Standorten der Region – in einer Gruppe mit Schwalmtal, Grefrath sowie den Spitzenreitern Viersen und Nettetal. Die Gebühren sind dort mehr als doppelt so hoch wie beim günstigsten Anbieter. „Für Krefeld und Mönchengladbach gilt: Sie haben Handlungsbedarf, aber aus unterschiedlichen Gründen“, ordnet Steinmetz ein. „Krefeld muss darauf achten, nicht weiter im Ranking nach unten zu rutschen. Mönchengladbach sollte seine überdurchschnittlichen Gebühren kritisch analysieren und eine Senkung anstreben.“ Die Analyse bestätigt erneut ein regional differenziertes Bild: Der Rhein-Kreis Neuss ist tendenziell günstiger, mit Ausnahme von Rommerskirchen, das (bei der Branche Chemische Industrie) nur auf Rang 18 liegt. Neuss selbst, Dormagen und Jüchen bewegen sich im günstigeren Drittel des Rankings. Im Kreis Viersen bleibt das Problem von 2023 bestehen: Mit Tönisvorst (Rang 9) schafft es nur eine einzige Kommune des Kreises in die günstigere Hälfte des Rankings. Am Ende der Tabelle stehen Viersen (Platz 24) und Nettetal (Platz 25). Die sechs Vergleichskommunen aus dem benachbarten Kreis Mettmann schneiden im Durchschnitt insgesamt günstiger ab – vier davon liegen in der preiswerteren Hälfte des Rankings. Der Vergleich zum Ranking von 2023 zeigt auch: Die Spitzen- und Endplatzierungen sind stabil. „Die Kommunen mit niedrigen Sätzen halten diese stabil oder erhöhen moderat. Wer einmal hohe Sätze hat, wird sie nicht leicht los“, so Kempermann. Besonders deutlich wird die wachsende Kluft im Zeitvergleich: Der prozentuale Unterschied zwischen der teuersten und der günstigsten Kommune ist von 145 Prozent (2023) auf knapp 170 Prozent (2025) gestiegen. „Wir sehen insgesamt eine Entwicklung, die uns Sorgen macht. Die Kommunen im unteren Drittel sollten transparent die Gründe für ihre überdurchschnittlich hohen Gebühren erklären. Auch Krefeld sollte sich nicht im Mittelfeld ausruhen – hier besteht ebenfalls Optimierungspotenzial“, appelliert Steinmetz. Das Ranking im Einzelnen: Ein Muster-Unternehmen aus der Chemischen Industrie (5.000 Quadratmeter Grundstücksfläche, 0,6 Geschossflächenzahl, 3.000 Quadratmeter Geschossfläche, 4.000 Quadratmeter Regelanrechnungsfläche, 2 Vollgeschosse, 55.132 Kubikmeter Abwassermenge, 0,8 Grundflächenzahl, 1.500 Quadratmeter Dachfläche) muss demnach jeweils zahlen: Dormagen – 120.895 Euro Kaarst – 125.255 Euro Hilden – 127.064 Euro Ratingen – 134.685 Euro Erkrath – 154.839 Euro Neuss – 162.731 Euro Meerbusch – 165.495 Euro Jüchen – 167.460 Euro Tönisvorst – 182.119 Euro Langenfeld – 186.257 Euro Grevenbroich – 186.855 Euro Korschenbroich – 191.412 Euro Brüggen – 204.740 Euro Krefeld – 206.931 Euro Mettmann – 220.194 Euro Monheim – 220.224 Euro Niederkrüchten – 233.811 Euro Rommerskirchen – 237.211 Euro Willich - 248.786 Euro Kempen – 250.868 Euro Mönchengladbach – 252.501 Euro Schwalmtal – 254.617 Euro Grefrath – 261.975 Euro Viersen – 316.005 Euro Nettetal – 325.494 Euro Die Methodik: Anhand von drei Beispielunternehmen mit unterschiedlichen Parametern hat die IW Consult GmbH ein Ranking der 19 Städte und Gemeinden im IHK-Bezirk Mittlerer Niederrhein erstellt. Hinzugenommen wurden sechs Kommunen aus dem benachbarten Kreis Mettmann. Der Erhebung wurden drei Musterunternehmen aus der Industrie (chemische Industrie, Metallindustrie und Ernährungsindustrie) zugrunde gelegt, die eine große wirtschaftliche Bedeutung für die Region haben. Über Publikationen des Statistischen Landesamts Nordrhein-Westfalen wurden branchenspezifische Durchschnittswerte für die Abwassermenge errechnet. Die Musterunternehmen unterscheiden sich hinsichtlich der anfallenden Abwassermenge (zwischen knapp 14.000 und 55.000 Kubikmeter) und der (versiegelten) Fläche (Grundstücksfläche zwischen 5.000 und 12.500 Quadratmeter). Alle Daten des Abwassergebühren-Rankings sind auf der IHK-Website veröffentlicht: mittlerer-niederrhein.ihk.de/p827 Teilregionale Pressemitteilungen zum Download PM 273: Abwasser Ranking IHK - Mönchengladbach (PDF, 183 KB, nicht barrierefrei) PM 273: Abwasser Ranking IHK - Kreis Viersen (PDF, 193 KB, nicht barrierefrei) PM 273: Abwasser Ranking IHK - Rhein-Kreis Neuss (PDF, 182 KB, nicht barrierefrei) Ansprechpartner zum Thema Kontakt
Ein guter und verlässlicher Austausch mit dem Zoll ist nicht nur für die Verantwortlichen der Außenwirtschaftsunternehmen wichtig. Auch der Nachwuchs sollte wissen, welche Aufgaben die Zollverwaltung hat und wie Behörde und Betrieb im Idealfall zusammenarbeiten sollten. Um das gegenseitige Verständnis zu fördern, lädt die Industrie- und Handelskammer (IHK) Mittlerer Niederrhein zu zwei Terminen des Veranstaltungsformats „Zoll für Azubis“ ein: Am 7. Januar, 14 bis 16.30 Uhr, im Zollamt Düsseldorf Flughafen, und am 21. Januar, 14 bis 16.30 Uhr, bei der Expeditors International GmbH, Krefeld. „Die aktuellen Entwicklungen auf den Gebieten des Außenwirtschafts- und Zollrechts stellen sowohl Unternehmen als auch die Zollverwaltung vor Herausforderungen“, erklärt Jörg Schouren, Teamleiter Außenwirtschafts- und Zollrecht der IHK. „Während Unternehmen ihre Auslandsgeschäfte schnell, reibungslos und ohne großen bürokratischen Aufwand erfolgreich gestalten wollen, liegt der Fokus der Zollverwaltung auf der Einhaltung der vielschichtigen Vorschriften.“ Das Format „Zoll für Azubis“ soll dazu beitragen, dass Kontakte zwischen Zoll und Unternehmen auf- und ausgebaut werden und die Zollabwicklung für alle Akteure möglichst reibungslos abläuft. Die Teilnahme an den Veranstaltungen ist kostenlos. Für Fragen steht Jörg Schouren (Tel. 02131 9268-563, E-Mail: joerg.schouren@mittlerer-niederrhein.ihk.de) zur Verfügung. Eine Online-Anmeldung (für den Termin am 7. Januar: veranstaltung.mittlerer-niederrhein.ihk.de/INT5a ; für den Termin am 21. Januar: events.mnr.ihk.de/INT5b) ist erforderlich. Ansprechpartner zum Thema Kontakt