Neue Schulpartnerschaft in Dormagen
Die Schule am Chorbusch in Dormagen engagiert sich gezielt für die frühe Förderung von MINT-Kompetenzen und setzt damit ein starkes Zeichen für zukunftsorientierte Bildung. Als Teil der Bildungsinitiative „TuWaS! Rheinland – Technik und Naturwissenschaften an Schulen“ gehört die Förderschule zu aktuell 50 teilnehmenden Einrichtungen in der Region, die Kinder mit praxisnahen Unterrichtseinheiten für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik begeistern. Unterstützt wird das Projekt von der Bürgerstiftung Dormagen sowie der Industrie- und Handelskammer (IHK) Mittlerer Niederrhein. Ziel der Initiative ist es, junge Menschen frühzeitig für technische und naturwissenschaftliche Themen zu sensibilisieren und so langfristig zur Fachkräftesicherung am Niederrhein beizutragen.
Mit dem Modul „Chemische Tests“ wurde an der Schule ein innovatives Lernangebot eingeführt, das auf praktisches Arbeiten, eigenständiges Forschen und entdeckendes Lernen setzt. Im Mittelpunkt steht ein handlungsorientierter Zugang zu naturwissenschaftlichen Fragestellungen, der Neugier weckt, Zusammenhänge begreifbar macht und frühzeitig Perspektiven im MINT-Bereich eröffnet.
Schulleiterin Mercedes Schlosser und Lehrerin Klara Kaiser sehen in dem Projekt eine wertvolle Bereicherung für den Schulalltag. „Wir nehmen an dem Projekt teil, weil es einen handlungsorientierten Unterricht ermöglicht. Die Schülerinnen und Schüler können selbstständig an den Materialien arbeiten und Experimente durchführen, beobachten und reflektieren. Die Themen sind übersichtlich strukturiert und gut für heterogene Lerngruppen geeignet, da sich die Aufgaben leicht differenzieren lassen“, sagt die Schulleiterin. Und die Klassenlehrerin ergänzt: „Die Lerneinheiten bieten eine spannende, außergewöhnliche Abwechslung zum herkömmlichen Unterricht, indem die Schülerinnen und Schüler im Team experimentieren und forschen können.“ Das gemeinsame Ausprobieren und Experimentieren mache ihnen Spaß und führe zu Erfolgserlebnissen. „Außerdem mögen sie die abwechslungsreichen und spannenden Materialien, die TuWaS! bietet. Das Gefühl, zu entdecken, macht ihnen Spaß, und so fühlen sich die Aufgaben nicht wie klassischer Unterricht an.“
Auch aus Sicht der Förderer ist das Engagement ein wichtiger Impuls. „Kinder sind unsere Zukunft und zugleich auch die schwächsten Mitglieder unserer Gesellenschaft. Darum bedürfen diese auch der größten Unterstützung. Zu einer positiven Entwicklung des Kindes gehören auch Wissen und Bildung als elementarer Schlüssel für ein selbstbestimmtes und erfolgreiches Leben. Daher verfolgt die Bürgerstiftung Dormagen auch den Ansatz des lebenslangen Lernens“, sagt Vorstandsmitglied Hans-Jürgen Peters. IHK-Geschäftsführerin Daniela Perner unterstreicht: „Das Zusammenspiel von Schulen, Stiftungen und Unternehmen zeigt, wie regionale Bildungsinitiativen wirksam zur Fachkräftesicherung beitragen können. MINT-Bildung ist dabei ein zentraler Schlüssel.“
Programmkoordinatorin Layal Paczynski erläutert das Konzept von „TuWaS!“: „Im Mittelpunkt steht das forschende Lernen. Die Schülerinnen und Schüler experimentieren selbstständig, dokumentieren ihre Beobachtungen und tauschen sich über ihre Ergebnisse aus.“ Dazu erhalten die teilnehmenden Schulen erprobte Unterrichtseinheiten und umfangreiche Materialsets zu Themen wie „Festkörper und Flüssigkeiten“, „Bewegung und Konstruktion“ oder eben auch „Chemische Tests“. Zudem werden die Lehrkräfte im Vorfeld speziell geschult, um die Inhalte optimal in den Unterricht zu integrieren.
Seit dem Start des Programms im Rheinland im Jahr 2008 hat sich „TuWaS! Rheinland“ zu einem Erfolgsmodell entwickelt. Aktuell beteiligen sich rund 200 Schulen an dem Programm, unterstützt von etwa 120 Unternehmen, Stiftungen und Vereinen. Die Initiative geht auf die Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften und die Freie Universität Berlin zurück, die für die pädagogischen Konzepte verantwortlich sind und das Projekt wissenschaftlich begleiten.
Weitere Informationen zum Projekt sind abrufbar unter: mittlerer-niederrhein.ihk.de/P657
Ansprechpartner zum Thema
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Gabriele Götze
Beraterin Schule und Wirtschaft
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Yvonne Hofer
Redakteurin
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