Junge Talente für technische Berufe begeistern
Die Paul-Weyers-Schule in Viersen setzt ein klares Zeichen für moderne und zukunftsorientierte Bildung: Mit ihrer Teilnahme am Bildungsprogramm „TuWaS! Rheinland – Technik und Naturwissenschaften an Schulen“ fördert die Grundschule gezielt naturwissenschaftliche und technische Kompetenzen bereits in jungen Jahren. Gemeinsam mit derzeit 50 Schulen aus der Region beteiligt sie sich an dem Bildungsprogramm, das Kinder und Jugendliche spielerisch und praxisnah an Themen aus Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik heranführt. Unterstützt wird das Projekt an der Paul-Weyers-Schule durch die Sparda Bank West eG, die Stiftung Fundacion für Kinder sowie durch die Industrie- und Handelskammer (IHK) Mittlerer Niederrhein. Ziel ist es, frühzeitig Interesse an naturwissenschaftlichen Fragestellungen zu wecken und damit langfristig junge Talente für technische Berufe zu gewinnen.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt an der Schule aktuell auf den Modulen „Balancieren und Wiegen“, „Lebenszyklus eines Schmetterlings“ und „Elektrische Stromkreise“. Dabei entdecken die Schülerinnen und Schüler naturwissenschaftliche Zusammenhänge vor allem durch eigenes Ausprobieren, Beobachten und Experimentieren. Der handlungsorientierte Ansatz soll Neugier fördern, selbstständiges Lernen stärken und gleichzeitig einen niedrigschwelligen Zugang zu MINT-Themen schaffen.
Schulleiterin Heidrun Flöth: „Wir erhoffen uns, dass interessierte Schülerinnen und Schüler bereits früh in ihren mathematischen, informatischen, naturwissenschaftlichen oder technischen Interessen gestärkt werden. Zudem profitieren besonders im inklusiven Lernen alle von der handlungsaktiven und entdeckenden Art des Lernens mit den ,TuWas!‘-Experimentiereinheiten und können sich als aktiv-mitbestimmende Lernende wahrnehmen sowie ihre Kreativität und Neugier einbringen.“ Darüber hinaus ermöglichten die begleitenden Fortbildungen und zusätzlichen Materialien eine Professionalisierung der Lehrkräfte, die nicht schwerpunktmäßig naturwissenschaftliche Fächer studiert haben. Amanda Reims, Ansprechpartnerin für TuWaS! an der Paul-Weyers-Schule, ergänzt: „Die Schülerinnen und Schüler sind besonders begeistert von den Experimentiereinheiten, in denen sie gemeinsam Dinge ausprobieren, neue Phänomene beobachten, Veränderungen dokumentieren oder neue Erkenntnisse gewinnen können. Besonders sich selbst als aktiv-handelnd wahrzunehmen, spricht viele Schülerinnen und Schüler an und hilft ihnen, Dinge zu verstehen, ganz nach dem Gedanken ,von der Hand in den Kopf‘.“
Auch die Förderpartner betonen die Bedeutung solcher Bildungsangebote. Franziska Orgs von der Sparda Bank West eG erklärt: „Bildung ist ein entscheidender Schlüssel für gesellschaftliche Teilhabe und persönliche Entwicklung. Deshalb unterstützen wir Projekte, die Kindern frühzeitig Zugang zu Wissen und neuen Perspektiven ermöglichen.“ Eine Motivation, die Katja Zielke von der Stiftung Fundacion für Kinder teilt: „Kinder sind in ihrer Entwicklung abhängig von den Rahmenbedingungen, die ihnen gegeben werden. Diesem Gedanken folgend möchten wir Heranwachsende unterstützen. Es ist die feste Überzeugung der Stifter, dass in jedem Mensch Talente liegen, die zum Ausbilden einer stabilen Persönlichkeit beitragen.“ Auch für Daniela Perner, Geschäftsführerin der IHK Mittlerer Niederrhein, steht fest: „Kooperationen zwischen Schulen, Stiftungen und Wirtschaft leisten einen wichtigen Beitrag zur Fachkräftesicherung in der Region. Gerade die MINT-Bildung spielt dabei eine zentrale Rolle.“
Programmkoordinatorin Layal Paczynski erläutert das pädagogische Konzept von „TuWaS!“: „Im Mittelpunkt steht das forschende Lernen. Die Schülerinnen und Schüler experimentieren selbstständig, dokumentieren ihre Ergebnisse und tauschen sich darüber aus.“ Die teilnehmenden Schulen erhalten dafür umfangreiche Materialpakete und erprobte Unterrichtseinheiten zu unterschiedlichen naturwissenschaftlichen Themenfeldern. Zusätzlich werden die Lehrkräfte speziell geschult, um die Inhalte nachhaltig in den Unterricht einzubinden.
Seit dem Start im Jahr 2008 hat sich „TuWaS! Rheinland“ kontinuierlich weiterentwickelt. Inzwischen beteiligen sich rund 200 Schulen an dem Programm. Unterstützt wird die Initiative von etwa 120 Unternehmen, Stiftungen und Vereinen. Die wissenschaftliche Begleitung und Entwicklung der pädagogischen Konzepte erfolgt durch die Freie Universität Berlin.
Weitere Informationen zum Programm gibt es unter:
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Gabriele Götze
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Yvonne Hofer
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