Einblicke in das niederländische Berufsbildungssystem
Der Berufsbildungsausschuss der Industrie- und Handelskammer (IHK) Mittlerer Niederrhein hat die Gilde Opleidingen im niederländischen Roermond besucht. Ziel der Reise zum Ausbildungszentrum war es, Einblicke in das niederländische Berufsbildungssystem zu gewinnen und innovative Ausbildungsansätze kennenzulernen.
Die neu eröffnete Einrichtung beeindruckte die Ausschuss-Mitglieder mit hochmodernen digitalen Klassenräumen und praxisnah ausgestatteten Lernumgebungen sowie innovativen Kollaborationsräumen für Lehrkräfte und Dozenten. „Die digitalen Lernräume für kaufmännische und IT-Berufe, aber auch die Werkstätten für Handwerksberufe wie Maler oder Tischler verdeutlichen den hohen Stellenwert der Digitalisierung in der praktischen schulischen Ausbildung in den Niederlanden“, erklärt IHK-Geschäftsführerin Daniela Perner. Besonders angetan war die Gruppe auch von den großzügigen Sportstätten mit Kletterwänden, Fitnessparcours sowie vom „Living Lab“ für angehende Pflegekräfte, das mit moderner Technik realitätsnahe Übungsszenarien ermöglicht und die fortschrittliche Ausrichtung der Pflegeausbildung zeigt. An einem zweiten Standort der Gilde Opleidingen erhielten die Teilnehmenden zudem einen Überblick über das niederländische schulische Bildungssystem – das im Gegensatz zum deutschen System keine betriebliche Ausbildung vorsieht, sondern Praktikumszeiten –, seine Durchlässigkeit sowie berufliche Perspektiven und diskutierten Unterschiede zur deutschen Ausbildung.
Zum Abschluss sprachen die Teilnehmenden über Berufsbildung, internationale Zusammenarbeit und mögliche Projekte und Austauschformate. Perner: „Insgesamt lieferte die Exkursion wertvolle Impulse für die Weiterentwicklung der beruflichen Bildung in der Region. Wir erhielten einen umfassenden Überblick über Gemeinsamkeiten und Unterschiede zur deutschen Berufsbildung und nutzten die Gelegenheit, Fragen direkt mit den Verantwortlichen zu diskutieren.“
Das Projekt „Busexkursion der IHK Mittlerer Niederrhein” wird durch das Interreg-Programm Deutschland-Nederland ermöglicht und von der Europäischen Union kofinanziert.
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Redakteurin
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