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Unternehmen wünschen sich verlässliche Rahmenbedingungen und weniger Bürokratie

04.03.2026

Weniger Bürokratie, einheitliche Regeln und verlässliche Rahmenbedingungen auf nationaler und europäischer Ebene – unter anderem diese Punkte nennen Unternehmen als Voraussetzung dafür, dass sie den Umweltschutz in ihrem Betrieb weiter vorantreiben können. Das geht aus dem Umweltbarometer 2025 hervor, das die Deutsche Industrie- und Handelskammer (DIHK) vorgelegt hat. An der bundesweiten Umfrage haben sich mehr als 1.670 Unternehmen beteiligt, darunter auch Betriebe aus Krefeld, Mönchengladbach, dem Kreis Viersen und dem Rhein-Kreis Neuss.

„Betrieblicher Umweltschutz ist für viele Unternehmen längst ein fester Bestandteil“, sagt Heike Jani, Beraterin für Umwelt und Nachhaltigkeit bei der Industrie- und Handelskammer (IHK) Mittlerer Niederrhein. „Ökologische Anforderungen beeinflussen nahezu alle Bereiche – von der Beschaffung und Produktion bis hin zu Investitionen. Gleichzeitig nimmt die Zahl und Komplexität umweltbezogener Vorgaben in den vergangenen Jahren stetig zu.“ Neben neuen EU-Regelwerken wie die Verpackungs-, Ökodesign- und Entwaldungsverordnung kämen nationale Regelungen wie das Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz hinzu.

Das DIHK-Umweltbarometer zeigt, wie die Unternehmen die Auswirkungen umweltpolitischer Maßnahmen auf ihre Wettbewerbsfähigkeit einschätzen. Aktuell berichten rund 30 Prozent der Betriebe von negativen, 31 Prozent von positiven Folgen, sodass der Barometer-Wert Ende 2025 relativ neutral bei minus 1 liegt. Allerdings gibt es zwischen den Branchen große Unterschiede.

Branchenübergreifend haben insbesondere die Regularien für die Kreislaufwirtschaft eine große Bedeutung (45 Prozent). Für die Industrie kommen noch die Anforderungen an den Umgang mit Chemikalien und Gefahrstoffen (28 Prozent) hinzu, für das Baugewerbe die Regulatorik zu Bodenschutz und Altlasten (27 Prozent) sowie für den Handel produktspezifische Regulierungen (51 Prozent), wie beispielsweise zu Verpackungen und Elektrogeräten. Kleine und mittlere Unternehmen sind besonders durch fehlende Fachkräfte (20 Prozent) und komplexe Kommunikation mit Behörden (31 Prozent) belastet.

„Das Umweltbarometer unterstreicht unsere Erkenntnisse, die wir im Austausch mit unseren Mitgliedsunternehmen gewinnen“, erklärt Jani. „Viele Unternehmen erkennen den grundsätzlichen Nutzen von Umweltregulierungen an, bemängeln aber, dass deren Umsetzung mit erheblichem Sach- und Personalaufwand verbunden ist.“

Die Ergebnisse des DIHK-Umweltbarometers 2025 sind zu finden unter: mittlerer-niederrhein.ihk.de/P844

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