Zum Hauptinhalt springen

Unternehmensbefragungen und außenwirtschaftspolitische Positionen: barrierefreie Beschreibung der Grafiken

Unternehmen investieren in den USA, weil …

Diagrammtyp: horizontale Balken.

Achsen: x = Anteil der Nennungen  in % (0–100), y = Gründe für Unternehmen in den USA zu investieren in absteigender Reihenfolge: „Marktgröße und Kundennachfrage“, „Nähe zur Kundenbasis“, „Marktstabilität“, „Minimierung von Zöllen“, „Günstige Bedingungen für digitale Transformation“, „Günstige Bedingungen für Forschung und Entwicklung“, „Produktivität der Arbeitskräfte“ sowie „Günstige Energiekosten“.

Kernaussage: Deutsche Unternehmen investieren in den USA vor allem aufgrund der Marktgröße und der hohen Kundennachfrage (95 %) sowie der Nähe zur Kundenbasis (fast 80 %). Deutlich seltener werden Marktstabilität (rund 35 %) und die Minimierung von Zöllen (21 %) als Investitionsgründe genannt. Weitere Faktoren wie günstige Bedingungen für digitale Transformation (13%), Forschung und Entwicklung (10%), die Produktivität der Arbeitskräfte (10%) sowie niedrige Energiekosten (9%) spielen insgesamt eine untergeordnete Rolle und werden jeweils nur von einem kleineren Teil der Unternehmen genannt.

Deutsche Unternehmen im Ausland

Diagrammtyp: Liniendiagramm mit vier Linien.

Achsen: x = Zeitpunkte in Halbjahresschritten vom 01.04.2015 bis 01.10.2025; y = Index-/Saldo­punkte (−60 bis +60).

Farben/Legende: Dunkelblau = Aktuelle Geschäftslage, Hellblau = Geschäftserwartungen, Grün = Investitionsabsichten, Orange = Beschäftigungsabsichten.

Kernaussage: Bis 2015–2019 überwiegend klar positive Werte (Geschäftserwartungen teils um 50 Punkte, Lage meist zwischen 35 und 45); massiver Einbruch im Frühjahr 2020 (Erwartungen rund −30, Investitionsabsichten bei −42); ab Herbst 2020 bis Herbst 2021 deutliche und schnelle Erholung mit erneuten Höchstständen (Erwartungen wieder nahe 50). 2022 spürbare Abschwächung, aber ohne erneuten Absturz in den negativen Bereich (Tiefpunkt im Herbst 2022 bei den Erwartungen bei 16). Seit 2023 wechselhaft auf moderatem, insgesamt positivem Niveau; im Herbst 2025 liegen Lage, Erwartungen sowie Investitions- und Beschäftigungsabsichten wieder im Plus (Lage bei 25, Erwartungen bei 34).

Art der Handelshemmnisse, bei denen Unternehmen eine Zunahme wahrgenommen haben

Diagrammtyp: horizontale Balken.

Achsen: x = Anteil der Nennungen  in % (0–60), y = Art der Handelshemmnisse in absteigender Reihenfolge: Lokale Zertifizierungsanforderungen, verstärkte Sicherheitsanforderungen, Sanktionen, intransparente Gesetzgebung, höhere Zölle, Local Content, Sonstiges, erschwerter Zugang zu öffentlichen Aufträgen sowie Technologietransfer.

Kernaussage: Am stärksten nehmen Unternehmen lokale Zertifizierungsanforderungen (59 %) sowie verstärkte Sicherheitsanforderungen (45 %) als wachsende Handelshemmnisse wahr. Ebenfalls deutlich häufiger genannt werden Sanktionen ( 36 %) und intransparente Gesetzgebung (35 %). Mittelstark fällt der Anstieg höherer Zölle (31 %) und von Local-Content-Vorgaben (19 %) aus. Weitere Hemmnisse wie sonstige Vorgaben (16 %), erschwerter Zugang zu öffentlichen Aufträgen (13 %) und Technologietransfer (6 %) steigen ebenfalls, bleiben jedoch im Vergleich weniger relevant.

Investitionspläne der Industrie im In- und Ausland für die kommenden 12 Monate

Diagrammtyp: Liniendiagramm mit zwei Linien.

Achsen: x = Zeitpunkte in Jahresschritten von 2007 bis 2025; y = Index-/Saldo­punkte (−40 bis +40).

Farben/Legende: Dunkelblau = Saldo Auslandsinvestitionen, Hellblau = Saldo Inlandsinvestitionen.

Kernaussage: Bis 2008 durchweg positive Investitionserwartungen, gefolgt von einem starken Einbruch während der Finanzkrise (beide Salden deutlich negativ). Ab 2010 kräftige Erholung und anschließend stabile, überwiegend positive Werte bis 2018. Mit 2019/2020 erneuter Rückgang, besonders während der Pandemie, bevor 2021/22 ein deutlicher Anstieg folgt. Ab 2023 wieder klar fallend: Auslandsinvestitionen stabilisieren sich leicht im negativen Bereich, während Inlandsinvestitionen bis 2025 weiter absinken.

Webcode: P864