Kempen 2025: barrierefreie Beschreibung der Grafiken
Beschäftigungsentwicklung insgesamt (Index 1999=100)
Die Grafik zeigt die Entwicklung der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Nordrhein-Westfalen, im Kreis Viersen und in der Stadt Kempen von 1999 bis 2024. Die Daten stammen aus der Statistik der Bundesagentur für Arbeit und eigenen Berechnungen. Im Jahr 2024 liegt das Beschäftigungswachstum seit 1999 in Nordrhein-Westfalen bei 26,5 Prozent, im Kreis Viersen bei 19,2 Prozent und in Kempen bei 28,1 Prozent. Damit verzeichnet Kempen im Langfristvergleich das stärkste Beschäftigungswachstum. Nach einer schwächeren Phase Anfang der 2000er-Jahre setzte ab etwa 2009 in allen drei Räumen ein kontinuierlicher Aufwärtstrend ein. In Kempen beschleunigte sich dieser insbesondere zwischen 2010 und 2019. Auf einen Rückgang in den Jahren 2020 und 2021 in Kempen folgte wieder ein klarer Zuwachs.
Wirtschaftsstrukturen (Anteile der Beschäftigten in %, 2023/24)
Die Grafik zeigt die Beschäftigungsanteile in verschiedenen Wirtschaftsbereichen für Nordrhein-Westfalen, den Kreis Viersen und die Stadt Kempen im Jahr 2024. Die Daten stammen aus der Statistik der Bundesagentur für Arbeit und eigenen Berechnungen. In der Land- und Forstwirtschaft sowie Fischerei arbeiten in Nordrhein-Westfalen 0,5 Prozent, im Kreis Viersen 2,1 Prozent und in Kempen 1,7 Prozent der Beschäftigten. Im produzierenden Gewerbe sind in Nordrhein-Westfalen 24,9 Prozent, im Kreis Viersen 27,4 Prozent und Kempen 34,6 Prozent der Beschäftigten tätig. Der Bereich Handel, Gastgewerbe und Verkehr erreicht in Nordrhein-Westfalen 22,2 Prozent, im Kreis Viersen 26,3 Prozent und in Kempen 22,7 Prozent. Sonstige Dienstleistungen haben in Nordrhein-Westfalen einen Beschäftigungsanteil von 52,4 Prozent, im Kreis Viersen von 44,2 Prozent und in Kempen von 41,0 Prozent.
Beschäftigungsentwicklung Produzierendes Gewerbe (Index 2014=100)
Die Grafik zeigt die Entwicklung der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im produzierenden Gewerbe in Nordrhein-Westfalen, im Kreis Viersen und in der Stadt Kempen von 2014 bis 2024. Die Daten stammen aus der Statistik der Bundesagentur für Arbeit und eigenen Berechnungen. Gegenüber dem Basisjahr 2014 steigt die Beschäftigung bis 2024 in Nordrhein-Westfalen um 2,7 Prozent, im Kreis Viersen um 3,6 Prozent und in Kempen um 5,9 Prozent. In Kempen findet in den Jahren 2015 2017 ein stärkerer Beschäftigungsaufbau statt als im Land und im Kreis. 2017 erreicht es den Höchstwert von 10 Prozent. Im Jahr 2021 sind das Beschäftigungswachstum bis unter dem Niveau des Lands. Seit 2022 zeigt sich wieder ein Zuwachs, auch wenn 2024 das Wachstum 0,5 Prozent geringer war als 2023.
Beschäftigungsentwicklung Handel, Gastgewerbe, Verkehr (Index 2014=100)
Die Grafik zeigt ein Liniendiagramm mit den Reihen NRW, Kreis Viersen und Kempen. Aussage: NRW und Kreis Viersen wachsen stetig und erreichen 2024 etwa 122–123. Kempen wächst deutlich langsamer und liegt 2024 bei rund 112; damit unter dem Landes- und Kreisdurchschnitt.
Arbeitslosenquote 2024 und Entwicklung 2014/2024
Die Grafik zeigt die Arbeitslosenquote 2024 und ihre Entwicklung seit 2014 für Nordrhein-Westfalen, den Kreis Viersen, Kempen, Jüchen, Korschenbroich, Nettetal und Tönisvorst. Die Daten stammen aus der Statistik der Bundesagentur für Arbeit und eigenen Berechnungen. Die Arbeitslosenquote lag in NRW im Jahresdurchschnitt 2024 bei 7,5 Prozent, Entwicklung minus 0,7 Prozentpunkte, im Kreis Viersen bei 5,8 Prozent, Entwicklung minus 1,4 Prozentpunkte, in Kempen bei 4,7 Prozent, Entwicklung minus 1,5 Prozentpunkte, in Kaarst bei 4,9 Prozent, Entwicklung minus 0,4 Prozentpunkte, in Korschenbroich bei 3,8 Prozent, Entwicklung minus 0,1 Prozentpunkte, in Nettetal bei 6,1 Prozent, Entwicklung minus 1,9 Prozentpunkte und in Tönisvorst bei 4,7 Prozent, Entwicklung minus 1,0 Prozentpunkte.
Entwicklung der Realsteueraufbringungskraft (je Einwohner, 2019–2024, in %)
Die Grafik zeigt die Beschäftigungsentwicklung im für Nordrhein-Westfalen, den Kreis Viersen und Kempen von 2014 bis 2024. Die Daten stammen aus der Statistik der Bundesagentur für Arbeit und eigenen Berechnungen. Die Beschäftigung im Handel und im Dienstleistungssektor insgesamt ist in den vergangenen zehn Jahren in Kempen um 11,8 Prozent gewachsen. Im Land Nordrhein-Westfalen ist die Beschäftigung im gleichen Zeitraum um 22,1 Prozent und im Kreis Viersen um 22,6 Prozent gewachsen.
Einzelhandelsrelevante Kaufkraft und Zentralität (Index, 100=Durchschnitt)
Die Grafik zeigt die einzelhandelsrelevante Kaufkraft je Einwohner 2025 und die Zentralitätskennziffer 2025 für Nordrhein-Westfalen, den Kreis Viersen, Kempen, Jüchen, Kaarst, Korschenbroich, Nettetal und Tönisvorst. Die Daten stammen von MB-Research. Die einzelhandelsrelevante Kaufkraft je Einwohner lag in NRW im Jahr 2024 bei 98,4, im Kreis Viersen bei 100,9, in Kempen bei 108,3, in Jüchen bei 102,2, in Kaarst bei 112,2, in Korschenbroich bei 114,4, in Nettetal bei 95,3 und in Tönisvorst bei 104,6. Die Zentralitätskennziffer lag in NRW im Jahr 2024 bei 101,3, im Kreis Viersen bei 92,5, in Kempen bei 97,1, in Jüchen bei 75,4, in Kaarst bei 105,3, in Korschenbroich bei 70,1, in Nettetal bei 107,4 und in Tönisvorst bei 96,1.
Steuereinnahmekraft 2024 (Euro je Einwohner)
Die Grafik zeigt die Steuereinnahmekraft je Einwohner im Jahr 2024 für Nordrhein-Westfalen, den Kreis Viersen, die Stadt Kempen sowie eine Auswahl vergleichbarer Kommunen im IHK-Bezirk und in Nordrhein-Westfalen. Die Daten stammen von IT.NRW. In Nordrhein-Westfalen beträgt die Steuereinnahmekraft 1.791 Euro je Einwohner, im Kreis Viersen 1.624 Euro und in Kempen 1.899 Euro. Innerhalb der Vergleichsgruppe reichen die Werte von sehr hohen Niveaus wie in Attendorn (4.006 Euro) bis zu niedrigen Niveaus wie in Jüchen (1.190 Euro); weitere markante Punkte sind Haan (2.361 Euro), Kreuztal (2.355 Euro), Olpe (2.351 Euro), Nettetal (1.489 Euro) und Tönisvorst (1.384 Euro). Insgesamt liegt Kempen damit über dem Kreis- und über dem Landesdurchschnitt, bleibt jedoch hinter dem Durchschnitt der ausgewählten Vergleichskommunen zurück.
Realsteueraufbringungskraft der Gewerbesteuer 2024 (Euro je Einwohner)
Die Grafik zeigt die Realsteueraufbringungskraft der Gewerbesteuer je Einwohner im Jahr 2024 für Nordrhein-Westfalen, den Kreis Viersen, die Stadt Kempen und ausgewählte Vergleichskommunen. Die Daten stammen von IT.NRW. In Nordrhein-Westfalen beträgt die Gewerbesteuerkraft 941 Euro je Einwohner, im Kreis Viersen 764 Euro und in Kempen 915 Euro. Der Durchschnitt der Vergleichskommunen liegt mit 1.144 Euro deutlich höher. Innerhalb der Vergleichsgruppe reichen die Werte von sehr hohen Niveaus wie in Attendorn (3.134 Euro) sowie Kreuztal (1.555 Euro), Olpe (1.454 Euro) und Wiehl (1.388 Euro) bis hin zu niedrigen Niveaus wie in Jüchen (306 Euro) und Tönisvorst (455 Euro). Insgesamt liegt Kempen unter dem Landesdurchschnitt, aber über dem Kreiswert und in der regionalen Betrachtung im mittleren Bereich.
Entwicklung der Steuereinnahmekraft (je Einwohner, 2019–2024, in %)
Die Grafik zeigt die Entwicklung der Steuereinnahmekraft je Einwohner von 2019 bis 2024 in Nordrhein-Westfalen, im Kreis Viersen und in der Stadt Kempen sowie für ausgewählte Vergleichskommunen. Die Daten stammen von IT.NRW. In Nordrhein-Westfalen stieg die Steuereinnahmekraft seit 2019 um 25,1 Prozent, im Kreis Viersen um 23,9 Prozent und in Kempen um 13,7 Prozent. Im Vergleichsfeld reichen die Veränderungen von deutlichen Zuwächsen in Wiehl (+52,6 Prozent), Soest (+51,3 Prozent), Olpe (+41,8 Prozent) und Lennestadt (+37,8 Prozent) über kräftige Anstiege etwa in Emsdetten (+30,7 Prozent), Attendorn (+28,2 Prozent), Oelde (+28,1 Prozent) sowie im regionalen Umfeld Korschenbroich (+32,5 Prozent), Nettetal (+30,5 Prozent) und Tönisvorst (+25,6 Prozent) bis hin zu nur geringen Zuwächsen in Kaarst (+14,4 Prozent) und Jüchen (+4,5 Prozent). Rückgänge zeigen Wesseling (–12,2 Prozent), Lübbecke (–0,4 Prozent) und nahezu unverändert Hemer (–0,1 Prozent).
Entwicklung der Realsteueraufbringungskraft
Die Grafik zeigt die Entwicklung der Realsteueraufbringungskraft der Gewerbesteuer je Einwohner von 2019 bis 2024 für Nordrhein-Westfalen, den Kreis Viersen und die Stadt Kempen sowie ausgewählte Vergleichskommunen. Die Daten stammen von IT.NRW. Seit 2019 steigt die Gewerbesteuerkraft in Nordrhein-Westfalen um 32,3 Prozent und im Kreis Viersen ebenfalls um 32,3 Prozent. In Kempen beträgt der Zuwachs 7,0 Prozent. Im Vergleichsfeld reichen die Veränderungen von sehr starken Anstiegen – etwa in Wiehl (+102,2 Prozent), Soest (+88,5 Prozent), Korschenbroich (+90,1 Prozent), Olpe (+77,8 Prozent), Tönisvorst (+64,0 Prozent) und Nettetal (+48,8 Prozent) – bis zu Rückgängen, u. a. in Wesseling (–29,4 Prozent), Hemer (–17,7 Prozent), Lübbecke (–14,2 Prozent) und Jüchen (–11,7 Prozent).
Verschuldung
Die Grafik zeigt die Bruttoverschuldung in Euro je Einwohner am 31.12.2024 für Nordrhein-Westfalen, den Kreis Viersen, die Stadt Kempen sowie ausgewählte Vergleichskommunen. Die Daten stammen IT.NRW. In Nordrhein-Westfalen beträgt die Bruttoverschuldung 4.118 Euro je Einwohner, im Kreis Viersen 2.101 Euro und in Kempen 2.751 Euro. Innerhalb der Vergleichsgruppe reicht die Spannweite von sehr niedrigen Schuldenständen etwa in Attendorn (126 Euro), Olpe (272 Euro) und Lübbecke (309 Euro) bis zu sehr hohen Werten in Soest (5.101 Euro), Werne (4.889 Euro), Nettetal (4.760 Euro), Hemer (4.358 Euro) und Geldern (4.060 Euro).
Kassenkredite
Die Grafik zeigt die Kassenkredite im Kernhaushalt in Euro je Einwohner am 31. Dezember 2024 für Nordrhein-Westfalen, den Kreis Viersen, die Stadt Kempen sowie ausgewählte Vergleichskommunen. Die Daten stammen von IT.NRW. In Nordrhein-Westfalen betragen die Kassenkredite 1.209 Euro je Einwohner, im Kreis Viersen 213 Euro und in Kempen 19 Euro. Im Vergleichsfeld reichen die Werte von sehr niedrigen Niveaus wie in Kaarst (6 Euro), Attendorn (7 Euro) und Emsdetten (9 Euro) bis zu hohen Belastungen unter anderem in Hemer (1.405 Euro), Korschenbroich (1.325 Euro), Werne (854 Euro) und Tönisvorst (682 Euro).
Gewerbesteuerhebesatz
Die Grafik zeigt die Gewerbesteuerhebesätze im Jahr 2025 (in Punkten) für Nordrhein-Westfalen, den Kreis Viersen (Durchschnitt der Städte und Gemeinden) und ausgewählte Vergleichskommunen einschließlich Kempen. In Kempen beträgt der Hebesatz 440 Punkte; in Nordrhein-Westfalen liegt er bei 460 Punkten, der Kreisdurchschnitt bei rund 445 Punkten. Im Vergleichsfeld reichen die Werte vom unteren Ende mit Attendorn (395 Punkte) über Nettetal (410), Oelde (413), Lübbecke (417), Haan (427), Geldern (429), Heinsberg (431) und Kaarst (439) bis zu höheren Sätzen in Korschenbroich (450), Jüchen (470), Wesseling (475) sowie Hemer, Kreuztal und Wiehl (je 480). Den höchsten Wert weist Tönisvorst (485 Punkte) auf. Insgesamt liegt Kempen damit unter dem Landes- und leicht unter dem Kreisdurchschnitt und im interkommunalen Vergleich im unteren Mittelfeld.
Zufriedenheit nach Themenfeldern
Die Grafik vergleicht die Zufriedenheit der Unternehmen in Kempen mit dem Durchschnitt am Mittleren Niederrhein nach fünf Themenfeldern. Dargestellt sind Schulnoten von 1 = sehr gut bis 6 = ungenügend (jeweils zwei Balken pro Thema: Kempen und Mittlerer Niederrhein).
Kempen schneidet insgesamt leicht besser ab als der Bezirksdurchschnitt. Besonders günstig werden die innerstädtischen Standortfaktoren bewertet (niedrigster Wert im Kempener Vergleich) und auch die harten Standortfaktoren sowie die arbeitsmarktrelevanten Faktoren liegen unter dem Bezirksmittel. Deutlich schwächer fallen die Urteile beim Themenfeld kommunale Kosten und Leistungen aus: Hier liegt Kempen über dem Bezirksdurchschnitt und erreicht die höchste (schlechteste) Note innerhalb der Kempener Themenfelder. Der zusammenfassende Balken „Alle Themenfelder“ zeigt für Kempen insgesamt eine etwas bessere Durchschnittsnote als für den Mittleren Niederrhein. Die Daten stammen aus der Unternehmensbefragung der IHK Mittlerer Niederrhein (Skala 1–6).
Harte Standortfaktoren und deren Entwicklung
Die Grafik vergleicht für Kempen acht harte Standortfaktoren mit dem Durchschnitt am Mittleren Niederrhein. Pro Merkmal werden drei Informationen gezeigt: die Bewertungslücke (blau; positive Werte bedeuten Kempen wird besser bewertet als der Bezirk, negative Werte schlechter), sowie die Veränderung seit 2020 als Verbesserung (gelb) oder Verschlechterung (violett). Von oben nach unten: Informations- und Kommunikationsinfrastruktur – Kempen besser als der Bezirk; zugleich die deutlichste Verbesserung seit 2020. Verkehrsanbindung an das Straßen- und Autobahnnetz – Kempen etwas besser; kleine Verbesserung seit 2020. Zustand der überörtlichen Straßeninfrastruktur – Kempen merklich besser; leichte Verbesserung. Nähe zu wichtigen Kunden – Kempen besser; spürbare Verbesserung. Energiekosten – Kempen schlechter; hier zeigt sich die deutlichste Verschlechterung seit 2020. Möglichkeiten für nachhaltiges Wirtschaften – Kempen leicht besser; keine nennenswerte Veränderung. Miet- und Pachtpreise – Kempen schlechter; leichte Verbesserung seit 2020. Angebot an unternehmensnahen Dienstleistungen – Kempen besser; minimale Verschlechterung seit 2020.
Innerstädtische Standortfaktoren und deren Entwicklung
Die Grafik vergleicht die Zufriedenheit zu neun innerstädtischen Faktoren; dargestellt sind die Bewertungslücke zum Bezirksdurchschnitt (positiv = Kempen besser, negativ = schlechter) sowie die Veränderung seit 2020. Kempen schneidet insgesamt deutlich besser ab als der Mittlere Niederrhein. Besonders groß ist der Vorsprung beim Stadt- bzw. Ortsbild sowie beim Naherholungs- und Freizeitangebot und beim kulturellen Angebot; bei diesen drei Bereichen ist die Note seit 2020 allerdings etwas schlechter geworden. Auch die Sicherheit im Stadtzentrum, das Parkplatzangebot, der Zustand des innerstädtischen Straßennetzes, die innerstädtischen Verkehrsverhältnisse sowie die Einkaufsmöglichkeiten/der Branchenmix werden in Kempen besser beurteilt als im Bezirksmittel; hier zeigen Sicherheit, Parkplatzangebot und Straßennetz leichte Verbesserungen seit 2020, der Branchenmix dagegen eine kleine Verschlechterung. Einziger klarer Nachteil ist die Höhe der Parkgebühren, die in Kempen schlechter bewertet wird als im Bezirk. Die Daten stammen aus der Unternehmensbefragung der IHK Mittlerer Niederrhein und eigenen Berechnungen. Die Daten stammen aus der Unternehmensbefragung der IHK Mittlerer Niederrhein.
Kommunalen Kosten und Leistungen und deren Entwicklung
Die Grafik zeigt für Kempen die kommunalen Kosten und Leistungen im Vergleich zum Durchschnitt am Mittleren Niederrhein. Pro Faktor werden drei Informationen dargestellt: ein blauer Balken zeigt die Bewertungslücke zum Bezirksdurchschnitt (Schulnotenskala 1 = sehr gut bis 6 = ungenügend; positive Werte bedeuten: Kempen besser, negative Werte: Kempen schlechter); gelbe Balken markieren eine Verbesserung seit 2020, violette Balken eine Verschlechterung seit 2020.
Von oben nach unten: Bei der Höhe des Gewerbesteuerhebesatzes wird Kempen leicht besser bewertet; die Entwicklung seit 2020 zeigt hier eine Verschlechterung. Die Höhe öffentlicher Gebühren weicht nur geringfügig ab, allerdings mit einer deutlichen Verschlechterung seit 2020. Der Digitalisierungsgrad der Kommunalverwaltung wird in Kempen schwächer bewertet und hat sich seit 2020 verschlechtert. Der Grundsteuerhebesatz fällt etwas besser aus als im Bezirksdurchschnitt. Die Kommunikation mit der Kommunalverwaltung wird leicht schlechter beurteilt; die Entwicklung seit 2020 ist rückläufig. Die Bestandspflege ortsansässiger Betriebe liegt ungefähr auf Bezirksniveau, mit einer leichten Verbesserung. Die behördlichen Reaktionszeiten werden schlechter bewertet als im Durchschnitt. Bei der personellen Ausstattung der Wirtschaftsförderung nähert sich Kempen dem Bezirksniveau an, mit einer leichten Verschlechterung seit 2020. Erreichbarkeit und Öffnungszeiten der Behörden zeigen kaum Abweichung, allerdings eine spürbare Verschlechterung seit 2020. Der Service und die (Netzwerk-)Angebote der Wirtschaftsförderung liegen nahezu auf Bezirksniveau, mit einer kleinen Verbesserung. Schließlich wird die Dauer von Plan- und Genehmigungsverfahren in Kempen schlechter bewertet als im Bezirk, weist aber eine deutliche Verbesserung seit 2020 auf.
Die Daten stammen aus der Unternehmensbefragung der IHK Mittlerer Niederrhein.
Arbeitsmarktrelevante Standortfaktoren und deren Entwicklung
Die Grafik zeigt die arbeitsmarktrelevanten Standortfaktoren für Kempen im Vergleich zum Durchschnitt am Mittleren Niederrhein. Abgebildet sind pro Faktor drei Informationen: eine blaue Bewertungslücke (Schulnotenskala 1 = sehr gut bis 6 = ungenügend; negative Werte bedeuten in Kempen schlechtere, positive bessere Noten als im Bezirksdurchschnitt) sowie die Veränderung seit 2020, getrennt nach Verbesserung (gelb) und Verschlechterung (violett). Von oben nach unten ergibt sich folgendes Bild: Das Wohnumfeld für Mitarbeitende wird in Kempen besser bewertet als im Bezirk. Die Möglichkeiten zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf werden in Kempen ebenfalls besser bewertet und zeigen eine deutliche Verbesserung seit 2020. Beim Weiterbildungsangebot fällt die Bewertung auch besser aus als im Durchschnitt, mit kleiner Verbesserung. Die Lernqualität an allgemeinbildenden Schulen liegt leicht über dem Bezirkswert und hat sich verschlechtert. Das Angebot an (Fach-)Hochschulen im Umkreis wird geringfügig schlechter bewertet als im Bezirk, mit leichter Verbesserung seit 2020. Die Lernqualität an den Berufsschulen liegt etwas über dem Bezirksniveau; die Entwicklung ist leicht positiv. Die Zusammenarbeit zwischen Betrieben und Schulen ist deutlich besser als im Bezirksdurchschnitt und weist die stärkste Verbesserung seit 2020 auf. Die lokale Verfügbarkeit von Arbeitskräften wird überdurchschnittlich bewertet, ohne klare Trendwende. Die Qualifikation der lokalen Arbeitskräfte liegt ebenfalls spürbar über dem Bezirksniveau und zeigt auch eine merkliche Verbesserung seit 2020. Die Daten stammen aus der Unternehmensbefragung der IHK Mittlerer Niederrhein.
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