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IHK analysiert Industrieumsätze des ersten Quartals

01.06.2026

Die Industrieunternehmen am Mittleren Niederrhein haben im ersten Quartal 2026 eine schwache Umsatzentwicklung verzeichnet – das gilt auch für die Krefelder Betriebe. Das zeigt eine Auswertung der Industrie- und Handelskammer (IHK) Mittlerer Niederrhein auf Basis aktueller IT.NRW-Daten. „Besonders problematisch ist, dass sich der Umsatzrückgang in bedenklichem Tempo und durch nahezu alle Branchen zieht“, sagt Jürgen Steinmetz, Hauptgeschäftsführer der IHK. „Es geht mittlerweile um nicht weniger als um unsere Zukunft als Industriestandort.“

In Krefeld sanken die Industrieumsätze im ersten Quartal gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 9,0 Prozent. Damit fiel die Entwicklung etwas weniger negativ aus als im gesamten IHK-Bezirk. In der Region Mittlerer Niederrhein insgesamt gingen die Industrieumsätze um 9,9 Prozent zurück – deutlich stärker als im Landesdurchschnitt. Nordrhein-Westfalen verzeichnete ein Umsatzminus von 3,1 Prozent. Besonders schwach entwickelte sich das Auslandsgeschäft: Die exportierenden Unternehmen in der Region meldeten ein Minus von 11,0 Prozent, Krefelder Betriebe sogar ein Minus von 12,6 Prozent. Aber auch der Inlandsumsatz ging spürbar zurück – in der Region um 8,4 Prozent, in Krefeld um 4,1 Prozent.

Ein Blick auf die einzelnen Branchen zeigt, dass die negative Entwicklung breit angelegt ist. „Viele Leitbranchen der Region mussten im ersten Quartal deutliche Umsatzeinbußen hinnehmen“, berichtet Steinmetz. So verzeichneten die für Krefeld bedeutende Chemische Industrie (-17,0 Prozent), der Maschinenbau (-20,8 Prozent) sowie die Hersteller von Nahrungs- und Genussmitteln (-11,9 Prozent) zweistellige Rückgänge. Die Metallerzeugung und -bearbeitung konnte dagegen einen leichten Umsatzzuwachs von 1 Prozent erzielen.

Steinmetz fordert die Bundesregierung auf, die internationale Wettbewerbsfähigkeit der Industrie noch stärker in den Mittelpunkt ihrer politischen Agenda zu rücken. „Es ist gut, dass der Industriestrompreis rückwirkend zum 1. Januar gilt. Subventionen allein sind jedoch kein geeignetes Mittel, um langfristig eine sichere Energieversorgung zu wettbewerbsfähigen Preisen zu gewährleisten“, so Steinmetz. „Die energieintensive Industrie hat nur dann eine Zukunft, wenn sie jetzt entlastet wird und gleichzeitig Planungssicherheit darüber erhält, wie die zukünftige Energieversorgung in Deutschland aussehen wird.“

Gleichzeitig begrüßt Steinmetz Maßnahmen, die den Industriestandort stärken sollen. Die Hightech-Agenda des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt setze aus Sicht der IHK an den richtigen Stellen an. „Wir müssen den Strukturwandel der Industrie gestalten und dürfen Strukturbrüche nicht einfach kaschieren. Verbesserte Kompetenzen etwa in den Bereichen Künstliche Intelligenz, Quantentechnologien, Mikroelektronik und Robotik werden entscheidend sein, um die deutsche Industrie zukunftssicher in die 2030er-Jahre zu führen“, erklärt Steinmetz. Dass die Bundesregierung hierfür nun konkrete Umsetzungspfade vorlege, sei ein wichtiger nächster Schritt

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