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Recht auf Reparatur – Was Unternehmen jetzt wissen müssen

Hand montiert mit Schraubendreher eine Elektronikplatine eines zerlegten Smartphones auf einem Tisch.

Reparieren statt ersetzen: Neue Chancen und Pflichten für Unternehmen

Die Europäische Union stärkt mit dem sogenannten „Recht auf Reparatur“ die Reparierbarkeit von Produkten. Ziel ist es, Ressourcen zu schonen, Elektroschrott zu reduzieren und die Kreislaufwirtschaft zu fördern. Für Unternehmen entstehen dadurch neue gesetzliche Anforderungen – gleichzeitig aber auch Chancen für neue Geschäftsmodelle, Serviceangebote und nachhaltige Kundenbeziehungen.

Die neuen Regelungen betreffen insbesondere Hersteller, Händler und Reparaturdienstleister bestimmter Produktgruppen. Unternehmen sollten sich frühzeitig mit den Anforderungen auseinandersetzen und bestehende Prozesse überprüfen.

Was bedeutet „Recht auf Reparatur“?

Das „Recht auf Reparatur“ („Right to Repair“) ist eine EU-Richtlinie, die Verbraucherinnen und Verbrauchern den Zugang zu Reparaturen erleichtern soll. Produkte sollen länger genutzt werden können, anstatt frühzeitig ersetzt zu werden.

Dafür werden unter anderem folgende Punkte geregelt:

  • bessere Verfügbarkeit von Ersatzteilen 
  • erleichterter Zugang zu Reparaturinformationen 
  • mehr Transparenz bei Reparaturkosten 
  • Verpflichtungen für Hersteller bestimmter Produkte 
  • Förderung unabhängiger Reparaturbetriebe 

Die Mitgliedstaaten der EU müssen die Richtlinie bis spätestens Juli 2026 in nationales Recht umsetzen.

Welche Unternehmen sind betroffen?

Das Recht auf Reparatur betrifft unterschiedliche Akteure entlang der Wertschöpfungskette.

Hersteller

Hersteller bestimmter Produktgruppen müssen künftig Reparaturen ermöglichen und Ersatzteile bereitstellen. Zudem dürfen Reparaturen nicht unnötig erschwert werden.

Mögliche Auswirkungen:

  • längere Ersatzteilverfügbarkeit 
  • Anpassungen im Produktdesign 
  • Bereitstellung technischer Informationen 
  • neue Servicepflichten

Händler

Händler müssen Verbraucherinnen und Verbraucher künftig besser über Reparaturmöglichkeiten informieren.

Wichtige Themen:

  • Informationspflichten 
  • Reparatur statt Austausch 
  • transparente Kommunikation

Reparaturdienstleister

Für Reparaturbetriebe entstehen neue Marktchancen.

Chancen:

  • größerer Reparaturmarkt 
  • besserer Zugang zu Ersatzteilen 
  • stärkere Nachfrage nach Serviceleistungen

Zulieferer und Servicepartner

Auch Zulieferer, Ersatzteilanbieter und Logistikunternehmen können betroffen sein.

Relevante Themen:

  • Ersatzteilmanagement 
  • Lieferketten 
  • technische Dokumentation 
  • langfristige Verfügbarkeit

Welche Pflichten kommen auf Unternehmen zu?

Zeitplan: Wann gelten die neuen Regeln?

Hier finden Sie einen Überblick über den Ablauf:

Grafik zeigt Zeitplan zur Einführung neuer EU-Regeln mit vier Schritten von 2024 bis 2026 sowie Symbol für das Recht auf Reparatur.

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