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Im Mittelpunkt steht das eigenständige Experimentieren

14.07.2026
Im Mittelpunkt des Bildungsprogramms „TuWaS! Rheinland – Technik und Naturwissenschaften an Schulen“ steht das eigenständige Experimentieren: Die Kinder beobachten, dokumentieren und analysieren ihre Ergebnisse und entwickeln so ein grundlegendes Verständnis für naturwissenschaftliche Prozesse.
Im Mittelpunkt des Bildungsprogramms „TuWaS! Rheinland – Technik und Naturwissenschaften an Schulen“ steht das eigenständige Experimentieren: Die Kinder beobachten, dokumentieren und analysieren ihre Ergebnisse und entwickeln so ein grundlegendes Verständnis für naturwissenschaftliche Prozesse.

Forschen, entdecken und selbst experimentieren – am Clara-Schumann-Gymnasium Dülken gehören naturwissenschaftliche Fragestellungen inzwischen ganz selbstverständlich zum Schulalltag. Mit der Teilnahme am Bildungsprogramm „TuWaS! Rheinland – Technik und Naturwissenschaften an Schulen“ setzt das Gymnasium auf eine praxisnahe MINT-Förderung und schafft für seine Schülerinnen und Schüler vielfältige Möglichkeiten, Naturwissenschaften und Technik aktiv zu erleben.

Gemeinsam mit derzeit rund 50 weiteren Schulen in der Region beteiligt sich die Schule an dem Bildungsprogramm, das Kinder frühzeitig und altersgerecht an Themen aus Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik heranführt. Unterstützt wird das Engagement der Schule durch die NMW – Niederrheinische Metallwerke GmbH & Co. KG (vormals OTTO FUCHS Dülken GmbH & Co. KG) und die Industrie- und Handelskammer (IHK) Mittlerer Niederrhein. Ziel ist es, junge Menschen schon früh für naturwissenschaftliche Zusammenhänge zu begeistern und langfristig Interesse an technischen und naturwissenschaftlichen Berufsfeldern zu fördern.

Aktuell arbeiten die Schülerinnen und Schüler insbesondere mit dem Modul „Magnete und Motoren“. Im Mittelpunkt steht dabei das eigenständige Experimentieren: Die Kinder beobachten, dokumentieren und analysieren ihre Ergebnisse und entwickeln so ein grundlegendes Verständnis für naturwissenschaftliche Prozesse.

Schulleiter Christian Mengen sieht in dem Programm einen wichtigen Baustein für die Unterrichtsentwicklung: „Kinder lernen besonders nachhaltig, wenn sie Dinge selbst ausprobieren und eigene Erfahrungen sammeln können. Mit ‚TuWaS!‘ schaffen wir Lerngelegenheiten, die Neugier wecken, Selbstvertrauen stärken und allen Schülerinnen und Schülern – unabhängig von ihren individuellen Voraussetzungen – Zugänge zu naturwissenschaftlichen Themen eröffnen.“

Auch Kerstin Burmester, schulische Ansprechpartnerin für das Programm, beobachtet große Begeisterung bei den Kindern: „Die Experimentiereinheiten sorgen immer wieder für spannende Aha-Momente. Die Schülerinnen und Schüler stellen Fragen, entwickeln eigene Lösungswege und erleben, dass Lernen ein aktiver Prozess ist. Gerade dieses selbstständige Forschen motiviert die Kinder besonders.“ Jedes Kind bringe individuelle Stärken und Potenziale mit. Entscheidend sei, ihnen Räume zu bieten, in denen sie diese Fähigkeiten entdecken und entfalten können.

Der Förderpartner unterstreicht ebenfalls die Bedeutung frühzeitiger Bildungsangebote im MINT-Bereich. Manuel Baehren, Technischer Ausbilder Elektro bei der NMW - Niederrheinische Metallwerke GmbH & Co. KG betont: „Wir unterstützen TuWaS!, weil wir jungen Menschen früh zeigen wollen, wie spannend Technik und Naturwissenschaft sein können. Als Ausbildungsbetrieb ist es uns wichtig, Interesse bereits in der Schule zu wecken und praxisnah zu fördern. Seit dem vergangenen Jahr begleiten wir das Programm mit großer Überzeugung. Wir hoffen, dass Schülerinnen und Schüler Neugier entwickeln, Dinge selbst ausprobieren und vielleicht später auch den Weg in eine technische oder handwerkliche Ausbildung finden, idealerweise auch bei uns im Betrieb.“

Für Daniela Perner, Geschäftsführerin der IHK Mittlerer Niederrhein, ist die Initiative zugleich ein wichtiger Impuls für die Region: „Die Sicherung qualifizierter Fachkräfte beginnt nicht erst in Ausbildung oder Studium. Wenn Kinder bereits früh positive Erfahrungen mit Naturwissenschaft und Technik machen, stärkt das langfristig auch die Innovationskraft unseres Wirtschaftsstandortes.“

Programmkoordinatorin Layal Paczynski erläutert das pädagogische Konzept: „‚TuWaS!‘ setzt konsequent auf forschendes Lernen. Die Kinder entwickeln eigene Fragestellungen, führen Experimente durch und reflektieren ihre Ergebnisse gemeinsam. Dadurch werden fachliche Kompetenzen ebenso gefördert wie Teamarbeit und Problemlösungsfähigkeiten.“ Für die Umsetzung erhalten die teilnehmenden Schulen umfangreiche Experimentiermaterialien und erprobte Unterrichtseinheiten. Ergänzend werden die Lehrkräfte regelmäßig fortgebildet, damit die Inhalte nachhaltig im Unterricht verankert werden können.

Seit dem Start im Jahr 2008 hat sich „TuWaS! Rheinland“ kontinuierlich weiterentwickelt. Mittlerweile nehmen rund 200 Schulen an dem Programm teil. Unterstützt wird die Initiative von etwa 120 Unternehmen, Stiftungen und Vereinen. Die wissenschaftliche Begleitung sowie die Entwicklung der pädagogischen Konzepte erfolgen durch die Freie Universität Berlin.

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