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Kornbrennerei feierte 250 Jahre

03.07.2026
IHK-Hauptgeschäftsführer Jürgen Steinmetz gratulierte Hildegard Reinhardt (M.) und Marlies Mentken zum 250-jährigen Bestehen der Hartges Kornbrennerei GmbH & Co. KG.
IHK-Hauptgeschäftsführer Jürgen Steinmetz gratulierte Hildegard Reinhardt (M.) und Marlies Mentken zum 250-jährigen Bestehen der Hartges Kornbrennerei GmbH & Co. KG.

Ein außergewöhnliches Jubiläum hat die Hartges Kornbrennerei GmbH & Co. KG gefeiert: Das Schwalmtaler Unternehmen ist 250 Jahre alt geworden und kann auf eine bewegte Geschichte zurückblicken. Zu diesem besonderen Anlass gratulierte Jürgen Steinmetz, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer (IHK) Mittlerer Niederrhein, dem Unternehmen und überreichte den beiden Schwestern Hildegard Reinhardt und Marlies Mentken, die das Unternehmen in achter Generation führen, eine Urkunde. „Ein Unternehmen, das sich so lange am Markt behaupten konnte und sich kontinuierlich weiterentwickelt hat, muss viele Weichen richtig gestellt haben“, sagte Steinmetz. „Die Geschäftsführung hat auf Krisen und veränderte Marktbedingungen mit Ideenreichtum und Mut reagiert und konnten sich so behaupten. Darauf können Sie stolz sein.“

Johann Michael Hartges gründete 1776 in Waldniel als Nebenbetrieb seiner Landwirtschaft eine Brennerei. So konnte er Ernteüberschüsse verwerten. Nach und nach wuchs die Branntweinerzeugung zu einem gleichberechtigten Teil des Unternehmens heran. Im 1. Weltkrieg wurde die kupferne Destillationsanlage allerdings beschlagnahmt und demontiert. „Während des 2. Weltkrieges zerstörte ein abstürzendes Flugzeug das Wohnhaus und Teile der Firmengebäude. Danach erlebte auch unsere Kornbrennerei ein kleines Wirtschaftswunder“, erzählt Mentken. „Die Firma bekam eine große Destillationsanlage, es wurden Auslieferungsfahrzeuge gekauft und neue Schnäpse kreiert.“

2014 wurde eine kupferne Brennblase eingesetzt, mit der auch Obst und Kräuter destilliert und kleine Chargen produziert werden können. 2016 ist die Brennerei mit dem „Gin vom Niederrhein“ in die Produktion gegangen. Ein Seminarraum für Destillationskurse wurde eingerichtet. „In der schwierigen Corona-Zeit unterstützten wir Apotheken bei der Herstellung von Desinfektionsmitteln, renovierten Schnapsladen und Brennerei und konnten schließlich auch neue Geschäftspartnerschaften schließen“, berichtet Reinhardt. „Inzwischen haben wir auch einen Tag der offenen Tür als Event für Freunde und Kunden etabliert, der nächste findet vom 6. bis zum 8. November statt.“ Inzwischen beschäftigt die Brennerei sieben Mitarbeitende.

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