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Ratsbürgerentscheide zu Olympischen und Paralympischen Spielen

20.04.2026

Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Mittlerer Niederrhein begrüßt die Ergebnisse der Ratsbürgerentscheide an Rhein und Ruhr zur Frage einer möglichen Bewerbung für die Austragung der Olympischen und Paralympischen Spiele. Vor allem die hohen Zustimmungsraten am Mittleren Niederrhein freuen IHK-Hauptgeschäftsführer Jürgen Steinmetz.

„Das ist ein starkes Signal“, betont er. „Die Ergebnisse von 64 Prozent in Krefeld und 74 Prozent in Mönchengladbach zeigen deutlich, dass die Region großes Interesse an der Ausrichtung Olympischer und Paralympischer Spiele hat.“ Im Vorfeld des Ratsbürgerentscheids hatte die IHK rund 700 Unternehmen zu ihrer Meinung befragt. Demnach erwarten 81 Prozent der Unternehmen im Falle einer Bewerbung positive Effekte für den Wirtschaftsstandort. Dazu gehören insbesondere die Bauindustrie, die Gastronomie und Hotellerie sowie der Einzelhandel. „Olympische Spiele sind ein Zukunftsprojekt für die Region insgesamt – wirtschaftlich, infrastrukturell, aber auch emotional“, sagt Steinmetz. Jedes fünfte Unternehmen rechnet mit sehr positiven, rund 61 Prozent mit eher positiven Effekten. Besonders deutlich fällt das Stimmungsbild im Einzelhandel aus: Hier gehen knapp 83 Prozent der Betriebe von positiven Effekten aus.

„Gerade in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten wünschen sich unsere Mitgliedsunternehmen einen Impuls für die Region – eine erfolgreiche Olympiabewerbung könnte ein solcher Impuls sein“, so Steinmetz. Im Rahmen einer Veranstaltung zur Olympia-Bewerbung hatte Professor Dr. Holger Preuß, Professor für Sportökonomie und Sportsoziologie an der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz, erklärt: „Für die Wirtschaft an Rhein und Ruhr würden die Spiele einen wirtschaftlichen Impuls in einer Größenordnung von 5 Milliarden Euro bedeuten. Bei guter Planung und einem auf Nachhaltigkeit angelegten Konzept profitieren alle Bürgerinnen und Bürger langfristig von einem solchen Event.“

Insbesondere hofft die IHK auf positive Effekte für die Infrastruktur, das Image und den Bekanntheitsgrad der Region. Darüber hinaus ist davon auszugehen, dass vor allem der Einzelhandel, das Gastgewerbe sowie die Veranstaltungsbranche von einer Austragung in der Region profitieren würden.

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