2.725 neue Azubis haben ihre Ausbildung gestartet
Das neue Ausbildungsjahr hat begonnen – doch für Jugendliche, die bislang keinen Ausbildungsplatz gefunden haben, ist es noch nicht zu spät. Am Mittleren Niederrhein sind aktuell mehr als 600 Ausbildungsplätze unbesetzt. In vielen Berufen können junge Menschen auch jetzt noch einsteigen. Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Mittlerer Niederrhein unterstützt Jugendliche und Betriebe dabei, schnell zusammenzufinden. „Wer bisher keinen Ausbildungsplatz gefunden hat, sollte nicht aufgeben. Es ist nicht zu spät, und es gibt Unterstützung für alle, die jetzt noch eine Ausbildung suchen“, sagt IHK-Geschäftsführerin Daniela Perner.
Im neuen Ausbildungsjahr haben im August und September 2.725 junge Frauen und Männer am Mittleren Niederrhein ihre Berufsausbildung in einem kaufmännischen oder gewerblich-technischen Beruf begonnen. In Mönchengladbach haben bislang 692 Jugendliche ihre Berufsausbildung in einem IHK-Beruf gestartet, in Krefeld 651, im Rhein-Kreis Neuss 885 und im Kreis Viersen 497. „Der Ausbildungsstart am Mittleren Niederrhein mit so vielen Auszubildenden zeigt, dass die duale Ausbildung nach wie vor eine attraktive Wahl für junge Menschen ist“, so Perner. Sie für die duale Ausbildung zu gewinnen, sei allerdings kein Selbstläufer. „Gemeinsam mit unseren Mitgliedsunternehmen haben wir große Anstrengungen unternommen, um geeignete Bewerberinnen und Bewerber zu überzeugen. Der Beratungsbedarf der Jugendlichen ist nach wie vor groß.“
Besonders gute Chancen bestehen derzeit in vielen Berufen.. Dazu gehören beispielsweise Verkäuferinnen und Verkäufer, Kaufleute im Einzelhandel, Kaufleute für Büromanagement, Industriekaufleute, Fachkräfte für Lagerlogistik, Maschinen- und Anlagenführer sowie Berufskraftfahrerinnen und Berufskraftfahrer. Auch weniger bekannte Ausbildungsberufe können interessante Perspektiven bieten. Dazu zählen beispielsweise Flachglastechnologen. Freie Stellen finden Jugendliche unter anderem in der gemeinsamen Ausbildungsbörse der IHKs in Nordrhein-Westfalen unter www.ausbildung.nrw sowie in weiteren Ausbildungsplatzbörsen. Wer persönliche Unterstützung bei der Suche nach einem passenden Betrieb benötigt, kann sich an die Passgenaue Besetzung der IHK wenden. Sie bringt Ausbildungsinteressierte und Unternehmen gezielt zusammen.
„Wichtig ist jetzt vor allem, schnell zu handeln und gleichzeitig flexibel zu bleiben – sowohl bei der Berufswahl als auch beim Weg zum Ausbildungsbetrieb“, sagt Perner. „Vollständige und sorgfältig erstellte Bewerbungsunterlagen erhöhen die Chancen zusätzlich. Hilfreich ist es, bei der Kontaktaufnahme möglichst konkret anzugeben, welcher Ausbildungsberuf gesucht wird und in welchem Umkreis ein Ausbildungsplatz infrage kommt.“
Auch für Eltern kann die Situation belastend sein, wenn das eigene Kind noch keinen Ausbildungsplatz gefunden hat. „Die Sorge, ob ein Studium vielleicht der bessere Weg ist, ist dabei verständlich. Eine Ausbildung bietet jedoch ebenfalls verlässliche berufliche Perspektiven und vielfältige Aufstiegsmöglichkeiten“, weiß die IHK-Geschäftsführerin. „Und Ausbildung und Studium schließen sich nicht aus: Wer beides miteinander verbinden möchte, kann sich beispielsweise für ein duales Studium entscheiden.“ Eltern könnten ihre Kinder jetzt vor allem ganz praktisch unterstützen: gemeinsam nach passenden Ausbildungsstellen suchen, Bewerbungsunterlagen prüfen und bei der Kontaktaufnahme mit Unternehmen helfen. Für die persönliche Vermittlung steht die Passgenaue Besetzung der IHK zur Verfügung.
Auch für Unternehmen lohnt es sich, freie Ausbildungsplätze nicht einfach unbesetzt zu lassen. „Ein Ausbildungsplatz, der jetzt frei bleibt, bedeutet für viele Betriebe ein verlorenes Jahr. Das muss nicht sein, denn auch ein späterer Ausbildungsstart ist möglich“, sagt Perner. Unternehmen können ihre offenen Ausbildungsstellen auf www.ausbildung.nrw und weiteren Ausbildungsplatzbörsen veröffentlichen. Die Passgenaue Besetzung der IHK unterstützt Betriebe bei der Suche nach geeigneten Bewerberinnen und Bewerbern und vermittelt Kontakte.
„Viele wissen gar nicht, dass ein Einstieg auch jetzt noch möglich ist und dass versäumter Stoff aufgeholt werden kann“, so Perner. „Deshalb lohnt es sich für Jugendliche und Eltern, den Blick zu weiten: auf verwandte Berufe, kleinere Unternehmen oder Nachbarregionen.“ Entscheidend sei jetzt, dass Betriebe und Jugendliche schnell und passgenau zusammenfinden. „Genau hier geben wir Orientierung, unterstützen mit Beratung, Vermittlung, Matching-Formaten und bringen die richtigen Menschen zusammen.“
Weitere Infos gibt es online.
Ausbildungsplatzbörse: https://www.ausbildung.nrw/
Persönliche Vermittlung über die Passgenaue Besetzung der IHK: mittlerer-niederrhein.ihk.de/P246
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Daniela Perner
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Redakteurin
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