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„Am Hammerwerk“: IHK äußert sich zu Plänen

03.08.2026

In einem Schreiben an Grevenbroichs Bürgermeister Klaus Krützen und die Fraktionsvorsitzenden spricht sich die Industrie- und Handelskammer (IHK) Mittlerer Niederrhein gegen eine Änderung des Regionalplans im Bereich „Am Hammerwerk“ aus. Geplant ist die Umwandlung der Fläche von einem Allgemeinen Siedlungsbereich für zweckgebundene gewerbliche Nutzungen (ASB-GE) in einen Allgemeinen Siedlungsbereich (ASB). Damit würde die festgeschriebene Nutzung für Gewerbe zugunsten von Wohnraum aufgegeben.

„Wir erkennen an, dass die Stadt Grevenbroich den Bedarf an zusätzlichem Wohnraum decken möchte“, schreibt IHK-Hauptgeschäftsführer Jürgen Steinmetz. „Dennoch überwiegen aus unserer Sicht die langfristigen Nachteile für den Wirtschaftsstandort Grevenbroich. Vor allem angesichts des bereits bestehenden Mangels an verfügbaren Gewerbeflächen für kleine und mittlere Unternehmen ist die geplante Umwandlung das falsche Signal. Gerade kleine Unternehmen suchten zunehmend nach Erweiterungs- und Entwicklungsflächen. Gleichzeitig wird es immer schwieriger, entsprechende Standorte bereitzustellen“, betont Steinmetz.

Außerdem bestehe die Gefahr, dass durch neue Wohnnutzungen, die an bereits ansässige Unternehmen heranrücken Konflikte entstehen, die langfristig zu zusätzlichen Einschränkungen für die Betriebe am Hammerwerk führen. Erweiterungen oder betriebliche Weiterentwicklungen würden erschwert, weil die Schutzansprüche der neu hinzukommenden Wohnnutzung zu berücksichtigen seien. Selbst der Bestand der Betriebe könne durch heranrückende neue Wohnnutzungen gefährdet sein.

„Die Industrie- und Handelskammer Mittlerer Niederrhein hat den gesetzlichen Auftrag, die Gesamtinteressen der gewerblichen Wirtschaft zu vertreten“, betont Steinmetz. Vor diesem Hintergrund appelliere die IHK an Rat und Verwaltung, den Antrag auf Regionalplanänderung nochmals kritisch zu überprüfen und die langfristigen Folgen für Gewerbebetriebe sowie die Entwicklung gewerblicher Flächen stärker zu berücksichtigen. „Aus unserer Sicht überwiegen die langfristigen Nachteile für den Wirtschaftsstandort Grevenbroich“, betont der Hauptgeschäftsführer.

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