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Wirtschaftsministerin Mona Neubaur zu Gast in Kaarst

14.09.2026
Zum Auftakt von „heimat shoppen“ trafen sich Innenstadtakteure aus Kaarst-Büttgen zum Austausch mit Mona Neubaur (M.), Ministerin für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen, und IHK-Hauptgeschäftsführer Jürgen Steinmetz (4.v.r.).
Zum Auftakt von „heimat shoppen“ trafen sich Innenstadtakteure aus Kaarst-Büttgen zum Austausch mit Mona Neubaur (M.), Ministerin für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen, und IHK-Hauptgeschäftsführer Jürgen Steinmetz (4.v.r.).

Wer an seinem Wohnort einkauft und ausgeht, der stärkt sein Lebensumfeld. Und dass sich die Menschen in den Innenstädten auch wohlfühlen, dafür sorgen engagierte Unternehmerinnen und Unternehmer aus den Branchen Einzelhandel, Dienstleistung und Gastronomie. Aber nicht nur das: Alle Akteure sichern Arbeits- und Ausbildungsplätze, unterstützen unter anderem Vereine und Schulen, organisieren Events und sind für jede Stadt und Gemeinde wichtige Steuerzahler. Darauf macht die Kampagne „heimat shoppen“ –  initiiert im Jahr 2014 von der Industrie- und Handelskammer (IHK) Mittlerer Niederrhein – inzwischen deutschlandweit in zahlreichen Städten und Gemeinden aufmerksam. Zum Auftakt der Aktionstage, die in diesem Jahr vom 11. bis zum 13. September stattgefunden haben, war Mona Neubaur, Ministerin für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen, auf Einladung der IHK in Kaarst-Büttgen zu Gast. Dort traf sie sich zum Gedankenaustausch mit Händlerinnen und Händlern und anderen Akteuren in den Räumen von Juwelier Lessmann.

In seiner Begrüßung ging IHK-Hauptgeschäftsführer Jürgen Steinmetz auf den tiefgreifenden Wandel ein, den die Innenstädte und der stationäre Einzelhandel derzeit erleben. „Gemeinsam wollen wir dazu beitragen, dass unsere Innenstädte lebendig, lebens- und liebenswert bleiben“, betonte Steinmetz. Die Wirtschaftsministerin kennt die Herausforderungen insbesondere durch die Digitalisierung und verwies unter anderem auf das sehr erfolgreiche Projekt „Digitalcoach NRW“, das beim Handelsverband NRW angesiedelt ist und vom Wirtschaftsministerium gefördert wird. Die Coaches unterstützen alle kleinen und mittelgroßen Einzelhandelsunternehmen in NRW kostenlos, ihren individuellen Weg in der digitalen Welt zu finden, etwa durch Sichtbarkeitsschecks im Internet. „Der lokale Einzelhandel wird nicht durch KI verdrängt“, so Neubaur, „wichtig ist es, die Potenziale der Digitalisierung und von KI für den stationären Handel Vorort zu nutzen.“ Digitalisierung sei keine Option, sondern ein entscheidender Erfolgsfaktor. Deshalb seien Beratungsangebote wie die Digitalcoaches NRW wichtig.

Im Austausch mit der Ministerin sprachen die Innenstadtakteure Rainer Höppner (Handelsverband NRW und IHK-Vizepräsident), Carmen Stappen (Gasthaus Stappen), Regina Gaspers (Optik Gerstmann), Norka Palomino (Seitenreich), Thomas Sager (Sager Baufinanz), Patrick Lessmann (Juwelier Lessmann), Johannes Schmitz (J. Schmitz Zimmerei) und Margarete Fabry (Fabry Damenmoden) konkrete Herausforderungen an. Dazu gehören vor allem überbordende Bürokratie, Probleme bei der Einstellung ausländischer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, hohe Energiekosten und unfaire Rahmenbedingungen im Vergleich zum Onlinehandel.

Trotzdem gaben sich die Diskussionsteilnehmerinnen und -teilnehmer zuversichtlich. Maren-Corinna Nasemann, IHK-Referentin Handel, Gastronomie und Tourismus, betonte: „‚heimat shoppen‘ gilt 365 Tage im Jahr – nicht nur an den Aktionstagen.“

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