Wie können junge Menschen in diesem Jahr, in dem ein ganzer Abiturjahrgang fehlt, noch besser für die duale Berufsausbildung begeistert werden? Und welche Wege gibt es, um Berufsorientierung in Unternehmen und Schulen noch wirksamer zu gestalten? Antworten auf diese Fragen bietet eine kostenfreie Online-Info-Veranstaltung der Industrie- und Handelskammer (IHK) Mittlerer Niederrhein, die sich an Unternehmen und Schulen gleichermaßen richtet. Vorgestellt werden innovative Konzepte und bewährte Projekte zur Berufsorientierung und Nachwuchsgewinnung. Ziel ist es, neue Impulse aufzuzeigen, wie Jugendliche erreicht und für eine Ausbildung gewonnen werden können. Die Online-Info-Veranstaltung findet an zwei Terminen statt: Mittwoch, 28. Januar, von 12.30 bis 13.30 Uhr, oder Mittwoch, 4. Februar, von 13.30 bis 14.30 Uhr. Vorgestellt werden unter anderem folgende Angebote und Projekte: Pop-up-Store Ausbildung an der Landesgartenschau in Neuss; Schulpartnerschaften: Vorteile und Praxisbeispiele; „Check-in-Berufswelt“: Bustouren und Exkursionen für StuBo-Lehrkräfte (StuBo on Tour); Fachpraktiker-Ausbildungen für junge Menschen mit besonderem Förderbedarf; Projekt „LifeTeachUs“ zur Ergänzung des Unterrichts durch Praxis- und Lebenswissen sowie Vorstellung des neuen Welcome Centers für internationale Fachkräfte. Darüber hinaus wird der Veranstaltungskalender 2026 mit allen geplanten Terminen (auch der Partner wie den Agenturen für Arbeit und den Kreishandwerkerschaften) zur besseren Jahresplanung präsentiert. Die Teilnahme an einer der beiden Online-Info-Veranstaltungen ist kostenfrei. Eine Anmeldung ist bis zum jeweiligen Veranstaltungstag möglich unter: events.mnr.ihk.de/BB126 Ansprechpartner zum Thema Kontakt
„Rechtshäppchen – kompakte Rechtstipps für Unternehmen“ lautet der Titel einer neuen Webinar-Reihe, zu der die Industrie- und Handelskammer (IHK) Mittlerer Niederrhein ab Ende Januar einlädt. Die „Rechtshäppchen“ werden immer freitags von 11.30 bis 12.30 Uhr serviert. Nach einem 20- bis 30-minütigen Impulsvortrag zu einem für Unternehmen relevanten Thema geht es in lockerer Atmosphäre in den Austausch. Referent ist Gregor Waschau, Fachanwalt für Gewerblichen Rechtsschutz und Berater Recht bei der IHK Mittlerer Niederrhein. Folgende Themen und Termine sind geplant: Impressum (30. Januar), Pflichtangaben in Rechnungen (13. Februar), Leistungsverzug/Mahnung (27. Februar), Inkasso/Umgang mit offenen Forderungen (13. März), Gerichtliches Mahnverfahren (27. März), Mängelhaftungsrechte im Kaufrecht (24. April), Vertragsschluss im Fernabsatz/Internet (8. Mai), Widerrufsrecht im Fernabsatz (29. Mai), AGB im Onlinehandel (19. Juni), Schutz von Geschäftsgeheimnissen (10. Juli). „Die Reihe wird in der zweiten Jahreshälfte fortgesetzt“, erklärt Waschau. „Gerne können uns Unternehmen Themen vorschlagen, die für sie relevant sind.“ Die Teilnahme an den Webinaren ist kostenfrei. Eine Anmeldung ist erforderlich: events.mnr.ihk.de/RS126 Ansprechpartner zum Thema Kontakt
Unternehmen, die sich für wirtschaftliche Aktivitäten in der Ukraine interessieren oder sich bereits in der Region engagieren, lädt die Industrie- und Handelskammer (IHK) Mittlerer Niederrhein zum ersten NRW-Wirtschaftsforum Ukraine ein. Bei der Veranstaltung am 27. Januar, 9.30 bis 14 Uhr, im Zeughaus in Neuss stehen unter anderem folgende Fragen im Mittelpunkt: Für welche Branchen bieten sich dort Chancen? Wie sind die Bedingungen für Unternehmen in der Ukraine? Wie können Projekte und Investitionen in dem von Russland angegriffenen Land finanziert und abgesichert werden? „Wir möchten den Austausch zwischen nordrhein-westfälischen und ukrainischen Akteuren fördern, bestehende Netzwerke ausbauen und neue Kooperationen ermöglichen“, wirbt IHK-Hauptgeschäftsführer Jürgen Steinmetz für die Veranstaltung. „Die Unternehmen dort sind dankbar für Partner aus dem Westen. Beide Seiten profitieren von der Zusammenarbeit.“ Nach einem Eröffnungstalk mit Mona Neubaur, Ministerin für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes NRW, Oleksij Makejew, Botschafter der Ukraine in Deutschland, und Oliver Gierlichs, Präsident der Deutsch-Ukrainischen Industrie- und Handelskammer (AHK Ukraine) und CEO des Konzerns Bayer in der Ukraine, steht ein Panel unter dem Thema „Geschäftspraxis Ukraine: Realität, Rahmenbedingungen, Perspektiven“ auf dem Programm. Außerdem werden die Besucherinnen und Besucher Wissenswertes über die Finanzierung und Förderung von Ukraine-Geschäften erfahren. Unter dem Titel „Strategische Branchen im Fokus der Zusammenarbeit“ berichten schließlich Unternehmensvertreter mit Erfahrung vor Ort – wie zum Beispiel Joerg M. Heilingbrunner von der Scheidt & Bachmann GmbH in Mönchengladbach – praxisnah über Chancen und Herausforderungen im Außenhandel sowie bei der Umsetzung von Projekten in einem von Unsicherheiten geprägten Umfeld. Partner des NRW-Wirtschaftsforums Ukraine sind die IHK Düsseldorf und NRW.Global Business. Die Veranstaltung wird unterstützt durch IHK NRW sowie durch die Botschaft der Ukraine. Das komplette Programm und eine Anmeldemöglichkeit sind zu finden unter: veranstaltung.mittlerer-niederrhein.ihk.de/INT4 Ansprechpartner zum Thema Kontakt
Neun Webinare, die Gründerinnen und Gründer im Jahr 2026 auf ihrem Weg in die Selbstständigkeit unterstützen – die Industrie- und Handelskammer (IHK) Mittlerer Niederrhein weist auf die Webinar-Reihe GRÜNDlich der IHK Dortmund hin, die am 20. Januar startet. Dabei vermitteln Expertinnen und Experten praxisnahes Wissen zu allen zentralen Bausteinen einer erfolgreichen Gründung. „Die Webinare dauern rund ein bis zwei Stunden und bieten genügend Raum für Fragen“, sagt Lea Teichmann vom Bereich Existenzgründung der IHK Mittlerer Niederrhein. „Die Reihe richtet sich an Personen, die kurz vor der Gründung stehen oder sich gerade selbstständig gemacht haben – und dabei von verständlich aufbereiteten Fachinhalten, praxiserprobten Tipps und einem strukturierten Lernpfad profitieren möchten.“ Das Programm im Überblick: „Einnahmenüberschuss-Rechnung – wer erstellt sie und wie?“ (20. Januar), „Kompass – Kompakte Hilfe für Soloselbstständige (18. Februar), „Das Bankgespräch souverän meistern“ (23. März), „Business- und Finanzplan erstellen leicht gemacht – mit der UWD“ (30. April), „Das 1x1 der Sozialversicherung“ (17. Juni), „Die zehn häufigsten rechtlichen Fehler bei Gründungen und Start-ups“ (13. Juli), Geschäftsmodellentwicklung – vom Prototyping zur strategischen Ausrichtung“ (14. September), „Systematisch (online) Kunden gewinnen mit Ihrem USP“ (14. Oktober), „Start smart, stay safe – Versicherungsbasics für Gründungen“ (11. November). Die Webinare beginnen jeweils um 14 Uhr. Die Teilnahme ist kostenlos. Eine Online-Anmeldung ist erforderlich: mittlerer-niederrhein.ihk.de/P166/#c1338 Ansprechpartner zum Thema Kontakt
Sabrina Herbeck vom Blumenladen Flora Kreativ hat eine Auszubildende mit Autismus-Spektrum-Störung eingestellt und setzt damit ein klares Zeichen für gelebte Inklusion. Der Blumenladen Flora Kreativ aus Nettetal zeigt, wie gesellschaftliche Verantwortung und unternehmerisches Engagement Hand in Hand gehen können. Das Unternehmen hat eine Auszubildende mit Autismus-Spektrum-Störung eingestellt und setzt damit ein klares Zeichen für gelebte Inklusion. Begleitet wird der Betrieb von der Ausbildungs-GmbH der Industrie- und Handelskammer, genauer gesagt von Fachberaterin Dorothee Schartz. Sie berät und unterstützt im Rahmen der „Einheitlichen Ansprechstellen für Arbeitgeber (EAA)“ Unternehmen bei der Schaffung inklusiver Arbeitsplätze. „Unser Ziel ist es, Barrieren abzubauen und Perspektiven zu eröffnen – für Menschen mit Behinderung und für Betriebe, die Vielfalt als Stärke begreifen“, erklärt die Fachberaterin. „Zudem gibt es als Ausgleich für eventuelle Mehrbelastung des ausbildenden Unternehmens die Möglichkeit, Förderungen in Anspruch zu nehmen.“ Dorothee Schartz hilft bei offenen Fragen zu Zuständigkeiten und möglichen Hilfsangeboten und berät zu Ausbildungsprämie, Zuschüssen zu Kosten der Ausbildung und zu möglichen Investitionskostenzuschüssen. Die EAA koordinieren die Zusammenarbeit mit verschiedenen Partnern wie der Agentur für Arbeit und dem LVR-Inklusionsamt, damit Betriebe nicht allein vor organisatorischen und rechtlichen Fragen stehen. So wird sichergestellt, dass die Ausbildung erfolgreich verläuft und die Auszubildende die bestmögliche Unterstützung erhält. „Für uns war es wichtig, einer jungen Frau eine echte Chance zu geben“, betont Sabrina Herbeck von Flora Kreativ. „Wir sind überzeugt, dass Vielfalt unser Team bereichert und neue Perspektiven eröffnet. Die Beratung durch die EAA hat uns dabei den Weg geebnet und wir können wir uns auf das Wesentliche konzentrieren: eine erfolgreiche Ausbildung.“ Dorothee Schartz fasst ihre Dienstleistung für Unternehmen so zusammen: „Unser Ziel ist es, Unternehmen den Weg zur Inklusion so einfach wie möglich zu machen. Gerade kleine Betriebe profitieren von individueller Beratung und passgenauen Förderungen. So schaffen wir gemeinsam Perspektiven für Menschen mit Behinderung und stärken gleichzeitig die Wirtschaft.“ Die EAA fungieren als Lotsen für Arbeitgeber und helfen bei Fragen rund um Einstellung, Ausbildung und Beschäftigung von Menschen mit Behinderung. Sie beraten kostenfrei, unterliegen der Schweigepflicht und koordinieren die Antragstellung bei den zuständigen Leistungsträgern. Alle Informationen rund um das Thema Fachberatung für Inklusion (EAA) gibt es online unter: mittlerer-niederrhein.ihk.de/P245 Ansprechpartner zum Thema Kontakt
Die Hoffnungen auf eine wirtschaftliche Trendwende am Mittleren Niederrhein haben sich im Verlauf des Jahres 2025 zerschlagen. Statt einer Erholung manifestiert sich eine tiefgreifende Strukturkrise, die die Unternehmen in der Region spürbar belastet. „Dauerkrise statt Trendwende“ – unter dem Titel des vergangenen IHK-Konjunkturberichts lässt sich die wirtschaftliche Entwicklung des Jahres 2025 zusammenfassen. „Wir sehen kein kurzfristiges Konjunkturproblem mehr, sondern haben es mit großen Problemen zu tun, die die Wettbewerbsfähigkeit unseres Standorts gefährden“, analysiert Jürgen Steinmetz, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer (IHK) Mittlerer Niederrhein, das Wirtschaftsjahr 2025. Die Zahlen der IHK-Konjunkturumfrage vom Herbst untermauern diese Einschätzung. Der Geschäftslageindikator, das zentrale Stimmungsbarometer der regionalen Wirtschaft, ist auf ein Fünf-Jahres-Tief von minus 12 Punkten gesunken. Auch in Krefeld war die Geschäftslage im Herbst negativ. Nur 16 Prozent der Unternehmen bewerteten die Lage gut, knapp 23 Prozent bewerteten sie schlecht. Die Unternehmerinnen und Unternehmer in der Region blicken auch zunehmend pessimistisch in die Zukunft: Die Geschäftserwartungen für die kommenden zwölf Monate haben sich weiter eingetrübt und liegen nun bei minus 8,3 Punkten, nach bereits negativen minus 2,7 Punkten vor einem Jahr. „Was uns besonders sorgt, ist die Verfestigung dieser negativen Stimmung“, so Steinmetz. „Die enttäuschten Erwartungen vom Jahresbeginn sind zu einer Art Dauerkrisenstimmung geworden. Viele Unternehmerinnen und Unternehmer haben die Hoffnung auf eine baldige Besserung aufgegeben und schalten in einen Krisenmodus.“ Diese negative Grundstimmung wird von konkreten Geschäftsrisiken genährt. Als größte Bedrohung für die eigene Entwicklung identifizieren die Unternehmen mit 57,6 Prozent die schwache Inlandsnachfrage, was sich in der ausgeprägten Kauf- und Investitionszurückhaltung in Deutschland zeigt. Es folgen die hohen Arbeitskosten (49,5 Prozent) und die weiterhin als hoch empfundenen Energiepreise (42,6 Prozent). „Diese Kombination aus schwacher Nachfrage, Kostendruck und teurer Energie erstickt Wachstumsimpulse“, erläutert Steinmetz. „Hinzu kommt, dass uns viele Unternehmen immer wieder Rückmeldung über die hohe Bürokratiebelastung geben.“ Die Folgen dieser Mischung zeigen sich immer deutlicher auch in der zunehmend mangelnden Stabilität der Unternehmen. Das aktuelle IHK-Risikobarometer, das gemeinsam mit der Creditreform erstellt wird, weist für die Region Mitte 2025 eine durchschnittliche Zahlungsausfallrate von 2,18 Prozent aus – ein Wert, der spürbar über dem Bundesdurchschnitt von 1,84 Prozent liegt. Alarmierend ist auch die branchenspezifische Entwicklung: Erstmals führt das Gastgewerbe mit einer Ausfallquote von 4,61 Prozent die Negativstatistik an – eine direkte Folge der Corona-Jahre in Kombination mit explodierenden Lebensmittel- und Energiekosten. „Aber auch der deutliche Anstieg der Ausfallrate in der Industrie von 1,53 auf 2,1 Prozent ist ein Warnsignal“, betont Steinmetz. „Besonders in Krefeld, wo die Dichte an energieintensiven Betrieben sehr hoch ist, liegt die Ausfallrate deutlich über dem regionalen Durchschnitt. Hier wird das strukturelle Problem besonders sichtbar und die Notwendigkeit eines wettbewerbsfähigen Industriestrompreises überdeutlich.“ Auch an den Industrieumsätzen zeigt sich die schwierige Situation: So sind die Umsätze in Krefeld im dritten Quartal um 5,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gesunken. In den ersten beiden Quartalen waren die Zahlen noch leicht im positiven Bereich. In der Summe bleibt im Zeitraum von Januar bis Oktober ein nominales Umsatzminus von 1,9 Prozent. Die anhaltende Schwächephase schlägt inzwischen auch auf den lange Zeit noch robusten Arbeitsmarkt durch. Die Beschäftigungserwartungen der Unternehmen waren in der vergangenen Konjunkturumfrage deutlich im negativen Bereich, und die Stagnation auf hohem Niveau bei der Arbeitslosigkeit gibt Anlass zur Sorge. In Krefeld etwa verharrt die Quote im November bei 10,8 Prozent und damit nur marginal unter dem Vorjahreswert (10,9 Prozent). Parallel dazu ist die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Krefeld zuletzt gesunken. „Von Mai 2024 bis Mai 2025 sind knapp 200 Beschäftigungsverhältnisse in Krefeld verloren gegangen. Der Puffer, der unsere Region lange stabilisiert hat, schrumpft“, warnt Steinmetz. Hinzu kommt der Fachkräftemangel, der für 44 Prozent der Betriebe trotz der schwierigen Geschäftslage ein zentrales Geschäftsrisiko ist und die Wachstumsmöglichkeiten zusätzlich begrenzt. Trotz der vergleichsweise düsteren Bilanz des Jahres 2025, gelte es, den Blick nach vorne zu richten. „Hoffnung für 2026 kann aus unserer Sicht nur durch mutige politische Entscheidungen entstehen“, sagt Steinmetz. Das Sondervermögen für Infrastruktur und Klimaneutralität könne im Jahr 2026 zwar ein Impulsgeber sein, jedoch nur unter bestimmten Bedingungen. „Das Geld muss schnell und unbürokratisch in zusätzliche Vorhaben investiert werden. Dann wird es auch wieder private Folgeinvestitionen anreizen“, so Steinmetz. Das gelte auch für die Mittel, die den Kommunen zur Verfügung gestellt werden. Zudem hofft Steinmetz, dass im Jahr 2026 der versprochene entschlossene Bürokratierückbau erfolgt. „Unsere hiesigen Bundestagsabgeordneten gehen davon aus, dass die entsprechenden Gesetze im zweiten Quartal 2026 verabschiedet werden können. Daran werden wir sie messen“, sagt der IHK-Hauptgeschäftsführer. Bürokratische Entlastungen in Milliardenhöhe könnten aus Sicht der IHK für eine Belebung in der zweiten Jahreshälfte sorgen. Als Herausforderung für das kommende Jahr bewertet er die kritische Finanzlage in vielen Kommunen, so auch in Krefeld. Angesichts einer Reihe von Diskussionen um Steuererhöhungen in der Region warnt Steinmetz eindringlich davor, zur Lösung der Finanzprobleme zuerst zum Instrument Steuererhöhungen zu greifen: „Die ohnehin stark belasteten Unternehmen über steigende Gewerbesteuer-Hebesätze weiter unter Druck zu setzen, wäre ein fatales Signal und würde die Nachteile des Wirtschaftsstandorts Deutschlands regional weiter verschärfen. Hier stehen auch das Land und der Bund in der Verantwortung, für eine auskömmliche Finanzierung ihrer Kommunen zu sorgen und diesen Teufelskreis zu durchbrechen“, so Steinmetz. Angesichts dieser Gemengelage bewertet die IHK die Absichtserklärung von CDU und SPD in Krefeld, den Gewerbesteuerhebesatz nicht zu erhöhen, positiv. Teilregionale Pressemitteilungen zum Download PM 277: Jahresrück- und Ausblick 25/26 - Mönchengladbach (PDF, 170 KB, nicht barrierefrei) PM 277: Jahresrück- und Ausblick 25/26 - Kreis Viersen (PDF, 169 KB, nicht barrierefrei) PM 277: Jahresrück- und Ausblick 25/26 - Rhein-Kreis Neuss (PDF, 170 KB, nicht barrierefrei) Ansprechpartner zum Thema Kontakt
Sie haben eine Schulpartnerschaft vereinbart (v.l.): Allison Lange und Malte Burmester von der Realschule an der Josefskirche, IHK-Beraterin Gabriele Götze, Ilka Werner und Markus Klinkhamels von der Anne-Frank-Gesamtschule sowie von der Zielke KG Ausbildungsleiterin Stefanie Schütt und Geschäftsführer Carsten Zielke. Schulpartnerschaften leisten einen wichtigen Beitrag zur Fachkräftesicherung und erleichtern den Übergang von der Schule in die Ausbildung. Sie sollen dabei helfen, junge Talente frühzeitig zu entdecken und gezielt zu fördern. Jüngstes Beispiel ist die Kooperation zwischen der Zielke KG (Edeka) in Viersen und gleich zwei Schulen: der Anne-Frank-Gesamtschule und der Realschule an der Josefskirche. Die Partnerschaft ermöglicht Schülerinnen und Schülern praxisnahe Einblicke in die Arbeitswelt und unterstützt sie bei der beruflichen Orientierung. Initiiert und begleitet wird die Partnerschaft von der Industrie- und Handelskammer (IHK) Mittlerer Niederrhein. Im Rahmen der Zusammenarbeit sind unter anderem Betriebserkundungen, Praktika sowie der direkte Austausch mit Auszubildenden des Unternehmens geplant. So erhalten die Jugendlichen realistische Einblicke in betriebliche Abläufe und verschiedene Berufsbilder. „Die Berufsorientierung ist ein zentrales Anliegen unserer Schule“, betont die Schulleiterin der Anne-Frank-Gesamtschule, Ilka Werner. Und Anne Helgers, Schulleiterin der Realschule an der Josefskirche, ergänzt: „Wir begleiten die Schülerinnen und Schüler individuell dabei, ihre Stärken zu erkennen und fundierte Entscheidungen für ihre berufliche Zukunft zu treffen.“ Die Zielke KG stellt im Rahmen der Kooperation Praktikumsplätze in den Ausbildungsberufen Verkäufer/in, Kaufmann/-frau im Einzelhandel, Kaufmann/-frau im Einzelhandel mit Zusatzausbildung Frischespezialist, Fleischer/in, Koch/Köchin und Handelsfachwirt/in (IHK) zur Verfügung. Auch auf Unternehmensseite wird die Partnerschaft als Chance gesehen: „Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit und darauf, junge Talente frühzeitig kennenzulernen“, sagt Ausbildungsleiterin Stefanie Schütt. „Gleichzeitig möchten wir zeigen, welche vielfältigen Möglichkeiten eine Ausbildung in unserem Betrieb bietet.“ Gabriele Götze, IHK-Beraterin für Schule und Wirtschaft, unterstreicht den Mehrwert der Kooperation: „Schülerinnen und Schüler gewinnen wertvolle Orientierung für ihre berufliche Zukunft. Unternehmen wiederum können potenzielle Fachkräfte frühzeitig an sich binden.“ Unternehmen und Schulen, die sich für eine Schulpartnerschaft interessieren, erhalten weitere Informationen bei Gabriele Götze, Telefon 02151 635-337, per E-Mail an Gabriele.Goetze(at)mittlerer-niederrhein.ihk.de oder online unter mittlerer-niederrhein.ihk.de/P538 Ansprechpartner zum Thema Kontakt
Die IHK-Auszubildende Ina Intveen und Lea-Charlotte Hoffmann haben die Spenden an Tierheim-Mitarbeiter Alex Manthey und Tierheimleiter Frank Schankat überreicht (v.l.n.r.). Mit dabei war auch Hund Chico. In den vergangenen Wochen haben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Industrie- und Handelskammer (IHK) Mittlerer Niederrhein für ihre diesjährige Spendenaktion gesammelt, die von den IHK-Auszubildenden organisiert wurde. In diesem Jahr haben die Auszubildenden beschlossen, das Tierheim Krefeld zu unterstützen. Das Tierheim kümmert sich um Fund- und Abgabetiere aus der Region und schenkt ihnen ein sicheres, liebevolles Zuhause auf Zeit. Neben der täglichen Versorgung der Tiere – vom Futter bis zur medizinischen Betreuung – leistet die Einrichtung auch wichtige Aufklärungsarbeit zum Thema Tierschutz. Allerdings stellen steigende Kosten für Energie, Futter und tierärztliche Versorgung sowie eine anhaltend hohe Zahl an aufgenommenen Tieren den Betrieb vor große Herausforderungen. „Viele wissen gar nicht, wie viel Engagement und Organisation hinter dem Betrieb eines Tierheims steckt. Umso wichtiger war es uns, hier einen kleinen Beitrag zu leisten“, sagt die IHK-Auszubildende Lea-Charlotte Hoffmann, die gemeinsam mit ihrer Kollegin Ina Intveen zahlreiche Sachspenden – darunter Futter, Decken und Spielzeug – sowie 315 Euro an Frank Schankat, Leiter des Tierheims, überreichen konnte. „Wir freuen uns sehr über die Unterstützung der IHK-Mitarbeitenden“, sagte Schankat. „Solche Aktionen helfen uns enorm, unsere Arbeit auch in schwierigen Zeiten fortzusetzen.“ Ansprechpartner zum Thema Kontakt
Sie schauten den Kindern beim Experimentieren über die Schultern (v.l.): Cristina Klasen (Projektleiterin TuWas), Martin Alders (Geschäftsführer ALDERS electronic GmbH), Gabriele Götze (IHK-Beraterin Schule-Wirtschaft) und Schulleiterin Sabine Stammen. Die Astrid-Lindgren-Schule in Kempen setzt ein klares Signal für frühe MINT-Förderung: Mit großem Engagement möchte die Grundschule das Interesse an Naturwissenschaften und Technik wecken und junge Talente nachhaltig stärken. Als eine von derzeit 44 teilnehmenden Einrichtungen in der Region ist sie Teil der Bildungsinitiative „TuWaS! Rheinland – Technik und Naturwissenschaften an Schulen“, die Schülerinnen und Schüler durch praxisnahe Unterrichtseinheiten für MINT-Themen begeistert. Unterstützt wird das Projekt von der ALDERS electronic GmbH sowie der Industrie- und Handelskammer (IHK) Mittlerer Niederrhein, die beide ein gemeinsames Ziel verfolgen: junge Menschen frühzeitig für technische und naturwissenschaftliche Berufsfelder zu gewinnen und so zur Fachkräftesicherung am Niederrhein beizutragen. Mit dem Modul „Festkörper und Flüssigkeiten“ hat die Grundschule ein innovatives Lernangebot eingeführt. Im Mittelpunkt stehen praktisches Arbeiten, eigenständiges Forschen und entdeckendes Lernen. So sollen Schülerinnen und Schüler spielerisch an naturwissenschaftliche Fragestellungen herangeführt und zugleich für mögliche berufliche Perspektiven im MINT-Bereich sensibilisiert werden. Für Lehrerin Rebecca Zank und Schulleiterin Sabine Stammen ist das Projekt eine „echte Erleichterung und ein Antrieb, Dinge auszuprobieren“. „Mit solchen Projekten wecken wir Neugier, fördern Talente und geben unseren Schülerinnen und Schülern Raum zum Entdecken. Durch die Unterstützung unserer Partner wird uns ermöglicht, noch mehr moderne Lernformate umzusetzen, die im normalen Schulalltag oft nicht möglich wären“, so die Schulleiterin. Und Rebecca Zank ergänzt: „Praxisorientierter MINT-Unterricht zeigt den Kindern, dass Naturwissenschaften nicht nur theoretisch sind – sondern spannend, kreativ und voller Aha-Momente. Wir möchten die Kinder unserer Schule bestmöglich auf ihre Zukunft vorbereiten – und dazu gehört ein lebendiger, handlungsorientierter Zugang zu MINT-Themen.“ Und auch die Wirtschaft profitiert. „MINT-Bildung ist ein zentraler Baustein für den Wirtschaftsstandort. Deshalb unterstützen wir Initiativen, die Schülerinnen und Schüler praxisnah ans Forschen heranführen“, sagt Geschäftsführer Martin Alders. So würden sich manche von ihnen eher für einen naturwissenschaftlichen Beruf entscheiden. Für Unternehmen lohne es sich in mehrfacher Hinsicht, solche Projekte aktiv zu unterstützen. „Damit leisten wir einen konkreten Beitrag zur Bekämpfung des Fachkräftemangels, insbesondere in technischen und naturwissenschaftlichen Berufen. Gleichzeitig stärken wir unsere regionale Verankerung, indem wir junge Talente vor Ort fördern und langfristig an den Standort binden. So entstehen nachhaltige Partnerschaften zwischen Bildung und Wirtschaft – zum Vorteil aller Beteiligten.“ IHK-Geschäftsführerin Daniela Perner ergänzt: „Das Engagement von Schulen und Unternehmen zeigt, wie regionale Bildungsinitiativen zur Lösung des Fachkräftemangels beitragen können. MINT-Bildung ist dabei ein zentraler Schlüssel.“ Projektleitung Cristina Klasen erläutert das Konzept: „TuWaS! steht für forschendes Lernen – Schülerinnen und Schüler experimentieren selbst, dokumentieren ihre Beobachtungen und tauschen sich darüber aus.“ Die Schulen erhalten erprobte Unterrichtseinheiten und Materialien zu naturwissenschaftlich-technischen Themen wie eben „Festkörper und Flüssigkeiten“, „Bewegung und Konstruktion“ oder „Chemische Tests“. Die Lehrkräfte werden im Vorfeld speziell geschult, um die Inhalte optimal in den Unterricht einzubinden. Seit dem Start im Rheinland im Jahr 2008 hat sich das Projekt zu einem Erfolgsmodell entwickelt – aktuell beteiligen sich 50 Schulen in der Region, und rund 80 Unternehmen und Stiftungen unterstützen das Programm. „TuWaS! Rheinland“ ist eine Initiative der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften und der Freien Universität Berlin, die für die inhaltlichen und pädagogischen Konzepte von „TuWaS!“ verantwortlich ist und das Projekt wissenschaftlich begleitet. Weitere Informationen zum Projekt gibt es online unter: mittlerer-niederrhein.ihk.de/P657 Ansprechpartner zum Thema Kontakt